Montag, 11. Juni 2012

[Rezension] By the time you read this, I'll be dead

von Julie Ann Peters
"Liebe/r
- Mutter
- Vater

 Es gab nichts, was ihr hättet tun können, um mich aufzuhalten, da
- ich mich bereits entschieden hatte
- ich mein ganzes Leben gelitten habe
- ihr zu langsam wart, etwas zu bemerken

 Ich habe mich umgebracht, weil
- das Leben mich ankotzt
- die Welt mich ankotzt
- ihr mich ankotzt

Lebt wohl, Eure Daelyn" 



Inhalt:
Daelyn hat nur einen Wunsch und zwar zu sterben, doch der Plan sich selbst das Leben zu nehmen scheitert immer und immer wieder.
Dann landet sie auf einer Internetseite, mit lauter Informationen rund um den Suizid und wie man ihn erfolgreich durchführt. Die einzige Bedingung dieser Seite ist es, dass der Suizid erst nach 23 Tagen durchgeführt werden darf.
Für Daelyn die nur noch fort möchte eine lange Zeit, doch sie willigt ein. 
Als sie dann Santana kennenlernt, der nicht aufgibt mit ihr in Kontakt zu treten, egal wie oft sie ihn zurückweist, ändert sich so einiges..


Gestaltung:
Das Cover gefällt mir sehr gut, es strahlt die Verzweiflung aus die in Daelyn herrscht. Zu dem noch der Text der über das Bild ziert - es ist einfach sehr aussagekräftig und passt zum Buch und zu diesem ernsten Thema. 

Meinung:
Bisher habe ich noch kein Buch über Mobbing und Suizid gelesen und wenn ich noch mal dazu kommen würde, weiß ich nicht ob es dieses Buch toppen könnte. 
Dieses Buch geht auf eine sehr einfühlsame und dennoch schonungslose Art mit dem Thema Mobbing und Suizid um. Es ist ehrlich und offen, es will aufklären und helfen.. Meiner Meinung nach ist es ein wirklich klasse Buch, das einem zu verstehen gibt wie es in einem Menschen der vor dem Selbstmord steht aussieht.

Ich selbst weiß nicht wie ein depressiver Mensch auf dieses Buch reagieren würde, ob es ihm zum nachdenken anregt oder nicht, aber ich habe sehr viel nachgedacht. Über das Leben von Daelyn und über meiens..
Ein Buch das einem so viel mitbringt und einem hilft alles auf eine andere Weise zu betrachten gibt es selten. Ich denke es bräuchte mehr um einen depressiven letztendlich wirklich zu helfen, aber dieses Buch bringt sie glaube ich einen Schritt weiter nach vorn.

Was ich auch sehr toll fand war, dass man nicht nur Daelyns Sichtweise kennenlernt sondern auch die ihrer Eltern, was geht in den Eltern vor, wenn sie wissen, dass ihre Tochter nur noch stebren möchte?
Mit alldem wird man konfrontiert und bekommt somit einen guten Einblick in eine Welt vor der man eigentlich nicht allzu viel mitbekommt.
Während über Mobbing zurzeit immer offener Umgegangen wird, ist Suizid, eine mögliche Folge vom Mobbing, immer noch ein gewisses Tabuthema. Zu schockierend und grausam..
Und genau deswegen ist es wichtig darüber zu reden, nicht nur darüber was eine Person in den Selbstmord treibt sondern auch über die Gefühle von Menschen die mit ihrem Leben abschließen wollen, aber auch über die Gefühle all derer die einen Selbstmordgefährdeten lieben. Über die Schuld die man sich wohlmöglich selbst gibt, über die Angst.


Dieses Buch spiegelt die Wahrheit wieder ohne jemanden moralisch eins auf den Deckel hauen zu wollen, es beleuchtet die Situaton von allen Seiten auf eine ehrliche und authentische Weise.


Fazit:
Ein unfassbar wichtiges Buch, das ich nur empfehlen möchte und kann. :)
Genial - absolute Lesepflicht!



Weitere informationen:
  • Broschiert: 251 Seiten
  • Verlag: Kosmos (Franckh-Kosmos); Auflage: 1., Aufl. (6. Januar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3440128172
  • ISBN-13: 978-3440128176

1 Kommentar:

  1. Hey :)

    Sehr schöne Rezension, das Buch klingt wirklich interessant, der KOSMOS Verlag gefällt mir sowieso voll gut *.*

    LG Steffi
    http://steffisbookcase.blogspot.de/

    PS: Nun hast du eine Leserin mehr :p

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