Mittwoch, 8. August 2012

[Rezension] Die Tigerfrau

von Tea Obreht
"Natalia arbeitet in einem Waisenhaus irgendwo in Südosteuropa, als sie vom rätselhaften Tod ihres geliebten Großvaters erfährt. Nach Erklärungen suchend, erinnert sich die junge Ärztin an jene Geschichten aus seinem Leben, die sich um zwei seltsame, fatale Gestalten drehen – die Tigerfrau, eine schöne Taubstumme in seinem Heimatdorf, die einen geflüchteten Tiger pflegte; und einen charmanten, obskuren Mann, der nicht sterben kann. Während Natalia auf den Spuren des Großvaters durch idyllische und kriegsverwüstete Landschaften reist, werden ihr diese Figuren immer gegenwärtiger. Bald entspinnt sich ein ganzer Kosmos an Mythen und Gestalten, und Natalia begreift, welche Wahrheit über die Lebensrätsel ihrer Familie und ihre versehrte Heimat in ihnen steckt."

Inhalt: 
Nach dem Tod ihres geliebten Großvaters, taucht Natalia in seine Vergangenheit ein.
Sie erinnert sich an zwei Geschichten aus seinem Leben, die der Tigerfrau und die des Mannes der nicht sterben kann.
Je weiter sie eintaucht desto mehr fügen sich die Puzzleteile zusammen, die auch für sie selbst von hoher Bedeutung sind..

Gestaltung:
Das Cover sticht natürlich durch seine fröhliche und grelle Farbe hervor. Man wirft sofort ein Blick auf das Buch und der Tiger oberhalb des Buches. Auch wenn er nicht ganz zu sehen ist, so strahlt er Stolz und Anmut aus, das was Tiger nun mal so an sich haben. :)
Ich mag es auch, wie der Titel präsentiert wird und das Rot ist ein guter Kontrast zum gelb. :)

Meinung: 
Nach dem ich die ersten Meinungen zu diesem Buch gelesen hatte war mir klar, dass dies ein Buch für mich ist. Dementsprechend waren meine Erwartungen an die Geschichte und natürlich auch am Schreibstil hoch, als ich das Buch anfing war ich voller Vorfreude und diese Freude verschwand erst, als ich den Buchdeckel wieder schloss und alle Seiten gelesen waren.

Das Buch sticht hier in erster Linie durch seinen Schreibstil hervor. Die Autorin besitzt ein unglaubliches Schreibtalent. 
Er liest sich sehr leicht, berührt und zieht einem mit ins Buch hinein, schenkt dem Buch ein Leben und versprüht die pure Schönheit von Worten. 
Das Buch ist voll von fantasievollen Sätzen, die klug und voller Wahrheit stecken.
Sprachlich gesehen ist dieses Buch ein wahrer Genuss, dem man sich nicht entziehen kann.

Auch die Geschichte fand ich persönlich sehr schön, auch wenn diese vom Schreibstil ein wenig in den Schatten gestellt worden ist.
Man taucht mit Natalia zusammen in eine andere Kultur ein, es werden Mythen weitergereicht, die ich allesamt toll fand und ich habe gerne noch mehr von der osteuropäischen Traditionen und Mythen erfahren, sie sind interessant, auch wenn einige bei einem selbst einen etwas merkwürdigen Eindruck hinterlassen.

Die Geschichte wird in drei Handlungssträngen erzählt bei denen fleißig hin und her gesprungen wird. Gerade Anfangs war es ein wenig verwirrend, aber an sich bin ich einfach ein großer Fan davon, es sorgt für Spannung, während man liest und sich der Geschichte hingibt werden die Stränge nach und nach miteinander verbunden bis sie zum Schluss vollends miteinander verknüpft sind.

Somit ist das Ende nicht nur für Natalia ein bewegender, emotionaler und wichtiger Moment, auch der Leser ist wunschlos glücklich und mehr als befriedigt von diesem Buch..

Fazit: 
Ein Buch das dem Wort Schönheit eine neue Bedeutung schenkt, es ist wundervoll, atemberaubend und magisch. Wer ein gutes Buch lesen möchte, muss diesem Buch eine Chance geben!
Genial - absolute Lesepflicht!


Weitere Informationen:

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Berlin; Auflage: 2 (9. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3871347124
  • ISBN-13: 978-3871347122

1 Kommentar:

  1. Wundervolle Rezension :D
    Ganz liebe Grüße! die Nana (:

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