Dienstag, 6. November 2012

[Rezension] Sternhagelglücklich

von Christoph Koch
"Glück kann man nicht kaufen, aber finden … Von 100 Befragten werden 99 auf die Frage, wie es geht, antworten: »Es könnte besser sein.« Und auf die Frage, was ihnen zum Glück fehle, sofort Antworten haben. Doch macht mehr Geld, ein Vollrausch oder die Familie wirklich glücklich? Christoph Koch hat sich auf die Suche begeben: Bei Psychologen und Hirnforschern. In Indien und im Altersheim. Beim Sport und (zweimal!) vor dem Traualtar. Statt zum Supermarkt zu gehen, ist er gehüpft. Er hat Psychopharmaka geschluckt und für sein Experiment sogar im Lotto gewonnen. Am Ende kommt er zu einem erstaunlichen Ergebnis. Jeder sucht sein Glück. Christoph Koch sucht es an ganz besonderen Orten.."


Inhalt
Was ist Glück? Wie und wo findet man es? Und wie verhindert man, dass einem das Glück wieder verlässt? Gibt es einen Weg zum ewigen Glück?
Wir begleiten Christoph Koch auf eine Reise nach dem Glück, erleben skurrile und interessante Dinge und lernen außergewöhnliche Menschen kennen.

Gestaltung
Ich mag das Cover es ist sehr sachlich und schlicht gehalten, mit dem Stern bringt es aber auch einen Deut Humor mit sich und vermittelt gleichzeitig worum es geht - außerdem passen Cover und Titel wirklich zusammen. :)

Meinung
Christoph Koch nimmt uns mit auf die Reise durch ein spannendes, erlebnisreiches Jahr voller neuer Leute, Ideen, Erfahrungen - alles für das Glück.
Seine Erlebnisse schildert er dabei auf eine sehr humorvolle und dennoch sachliche Art, je nach dem was gerade als angemessen erscheint.
So gibt er auch sehr tiefe Einblicke in sein privates Leben, lässt uns bei seiner Hochzeit dabei sein, wir erleben den ersten Verlust des Eheringes und und und.
Uns begegnet hier ein sehr sympathischer Mensch der nicht auf das Glück wartet sondern explizit danach sucht.
Neben den Beschreibungen seiner Erlebnisse, die einen größtenteils neugierig machen und man sich denkt, könnte man ja auch mal ausprobieren, liefert der Autor sehr viel Fachwissen mit, dennoch bleibt es dem Leser frei sich mit diesem Näher auseinander zu setzten, da die weiteren Informationen meistens als Fußnoten gesetzt sind.
Für mich eine tolle Lösung, auch wenn ich sie mir alle durchgelesen habe, weil gerade das fachliche mich sehr begeistern konnte, vor allem, da es dem Autor gelungen ist es sehr verständlich zu vermitteln.
Das Buch ist in Monaten aufgeteilt, am Ende jedes Monats findet sich eine Liste von kleinen Dingen die uns einen Moment des Glücks beschaffen können - fand ich sehr niedlich und habe mich auf jede Liste gefreut, die meisten Punkte konnte ich nämlich mit einem dicken Ja für mich beantworten.

Seine Versuche in der er das Glück sucht sind sehr vielfältig von Gesangsunterricht bis hin zu Psychopharmaka testet Christoph jede menge aus.
Gerade den Versuch mit Medikamenten fand ich sehr interessant, würde aber nicht empfehlen ihn nachzumachen.

Fazit
Letztendlich ist dieses Buch kein Leitfaden um selbst zum Glück zu gelangen, denn letztendlich bedeutet Glück für jedem etwas anderes und für jeden liegt es in etwas anderem, dennoch ergeben sich hier schöne Ideen, und das Buch weiß durch Witz aber auch Wissen zu überzeugen, eine interessante Lektüre.
Und letztendlich haben die meisten von uns ihr Glück vielleicht schon gefunden also einfach mal die Augen aufmachen. :)
Genial - absolute Lesepflicht!
Weitere informationen: 
  • Broschiert: 288 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Verlag (23. April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 376450417X
  • ISBN-13: 978-3764504175

Kommentare:

  1. Hab das Buch ja hier noch liegen, mich jedoch durch den Alltagsstress ganz davon abbringen lassen, es zu lesen. Wobei es vll. dann genau der richtige Zeitpunkt wäre ;-) Dein Fazit sagt schon alles - genau so habe ich mir das Buch auch vorgestellt.

    Liebe Grüße
    Marleen

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  2. Ja mehr sollte man sich davon auch nicht erhoffen. :) Hoffe du kommst bald zum lesen. :)

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