Mittwoch, 14. Januar 2015

[Rezension] Die Magie der tausend Welten - Die Begabte

von Trudi Canavan
"Der junge Archäologe Tyen entdeckt ein magisches Buch, in dem seit vielen Jahrhunderten das Bewusstsein einer Frau gefangen ist: Vella war einst eine talentierte Buchbinderin, bis ein mächtiger Magier sie mit einem Zauber belegte und dazu verfluchte, für alle Zeit das Wissen der Welt in sich aufzunehmen. Und so weiß Vella, dass Tyens Heimat und allen, die ihm am Herzen liegen, eine schreckliche Katastrophe droht. Allerdings kann sie Tyen nur helfen, wenn es ihm gelingt, den Fluch des Buches zu brechen. Und tatsächlich hat Tyen keinen dringlicheren Wunsch, als Vella zu befreien ? der längst seine Liebe gehört."


Tyen ein junger Archäologe befindet sich gerade aus einer Ausgrabungsstätte als ihn ein mehr als ungewöhnliches Buch in die Hände fällt. Das Buch hat sein eigenes Bewusstsein und war einst eine Frau die durch einen Fluch zu diesem Schicksal gekommen ist.
Das Buch sammelt das Wissen und dank Tyen erhält sie neue Informationen, doch mit diesen Informationen zeigt sich, dass Tyens Welt dem Abgrund entgegen tritt, denn die Magie schwindet dahin.
Um eine Hilfe darzustellen muss Tyen den Fluch brechen den Pergama in diesem Buch gefangenen hält, doch wie?
 Rielle hingegen lebt in einer anderen Welt und auch dort ist Magie in Gebrauch, doch die Regeln sind anders. Nur Priester dürfen Magie verwenden, für Rielle die eine Gabe besitzt bedeutet das größte Vorsicht walten zu lassen, doch auch auf sie warten eine menge Gefahren..,


Das Cover fügt sich nicht nur gut seinem Genre, ich finde auch, dass sie gut zu den anderen Canavan Büchern passen, auch wenn sie immer noch individuell sind. Gefällt mir insgesamt wirklich gut. :)


Ich war schon sehr gespannt auf dieses Buch, da es auch mein erstes Buch der Autorin war und ich bisher nur viel gutes von ihr gehört hatte.
Das Buch hat mir wirklich gut gefallen, die Welten sind schön und detailreich dargestellt und man merkt, dass sich jemand gedanken gemacht hat und nicht nur eine einfach Skize einer Fantasywelt. Was ich vor allem bewunderswert finde, da man sich mit diesem Buch in gleich zwei Welten begibt.

So wird die Geschichte auch aus zwei Perspektiven erzählt, so erleben wir zu einem Tyen und zum anderen Rielle, die beiden leben und existieren wirklich unabhängig voneinander und auch wenn man die ganze Zeit darauf wartet, dass sich die Puzzleteile da zusammen knüpfen so bleibt das im ersten Teil leider ungeschehen. 
Das war ein Punkt den ich ein bisschen schade finde, ich mag es immer gerne mehr als eine Sicht zu haben aber es wäre schön wenn man weiß wieso es so wichtig ist aus diesen Perspektiven zu lesen. So hat man bisher das Gefühl zwei Geschichten in einem Buch zu lesen. Wirklich als Minuspunkt mag ich das aber auch nicht werten weil mir die Geschichten an sich wirklich gut gefallen haben und ich guter Dinge bin, dass sich noch eine Verbindung zeigen wird im späteren Verlauf der Reihe.

Ich fand den Kontrast zwischen den beiden Welten wirklich gut und das machte es auch sehr interessant, in Tyens Welt spielt die Wissenschaft eine große Rolle, für alles wird eine plausible Erklärung gesucht und erwartet, während man in Rielles Welt sehr auf den Glauben baut. Das prägte natürlich nicht nur die Charaktere enorm es macht auch ein mögliches Zusammentreffen wirklich begrüßenswert und ich hatte aufgrund dessen noch sehnlicher darauf gehofft. 

Rein von den Welten fand ich Rielles schon interessanter, auch wenn sie mir in vielerlei Hinsicht sehr unsympathisch war. Aber dadurch habe ich mich eben auch intensiver in sie hineingefühlt und die Missstände haben mich eher eingenommen und empört. Dennoch war Tyens Welt wesentlich Ereignisreicher und hatte mehr Fahrt drauf, meiner Meinung nach. Weshalb beide Welten für sich es geschafft haben mich zu fesseln.
Das einzige was mich ein bisschen gestört hatte waren die Cuts, die sind nämlich wirklich fies gesetzt und immer genau dann wenn man unbedingt wissen wollte wie es weiter gehen wird. ;)

Die Charaktere, insbesondere Tyen und Rielle waren, gut dargestellt. Es gibt Sympathie- und Antipathieträger, so dass eine wirklich gute Mischung zusammen kommt und sie im einzelnen wirklich interessant waren. Vor allem mochte ich aber Pergama, ihr Schicksal fand ich wirklich sehr gut erdacht und ich fand sie und ihr Wissen interessant. :)


Ein äußerst gelungener Fantasy-Auftakt der bei mir die Neugierde geweckt hat auf die Fortsetzung. Wirklich gut erdacht und mit viel Spannung und Cleverness wurde das Konzept auf Papier gebracht, ich bin gespannt auf mehr. :)
Leseempfehlung!
Weitere Informationen: 
  • Gebundene Ausgabe: 672 Seiten
  • Verlag: Penhaligon Verlag (10. November 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764531053
  • ISBN-13: 978-3764531058
  

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