Samstag, 2. Mai 2015

[Rezension] Die letzten Tage von Rabbit Hayes

von Anna McPartlin
"Erst wenn das Schlimmste eintritt, weißt du, wer dich liebt.
Stell dir vor, du hast nur noch neun Tage. Neun Tage, um über die Flüche deiner Mutter zu lachen. Um die Hand deines Vaters zu halten (wenn er dich lässt). Und deiner Schwester durch ihr Familienchaos zu helfen. Um deinem Bruder den Weg zurück in die Familie zu bahnen. Nur neun Tage, um Abschied zu nehmen von deiner Tochter, die noch nicht weiß, dass du nun gehen wirst ...
Die Geschichte von Rabbit Hayes: ungeheuer traurig. Ungeheuer tröstlich."



Rabbit Hayes hat noch neun Tage zu leben, neun Tage in denen sie sich nicht nur von ihrem Leben verabschieden muss, sondern auch von ihrer Familie.
Nachdem sie alle das unausweichliche nicht wahrhaben wollten, gibt es in den letzten Tagen von Rabbit Hayes noch viel zu klären und vor allem müssen sie alle endlich den Mut finden, Rabbits Tochter Juliet zu erklären, dass ihre Mutter gehen muss.
Doch wie? Und wer nimmt sie zu sich wenn es wirklich vorbei ist?..


Ich mag das Cover, es ist dunkel und dennoch farbenfroh und generell finde ich persönlich gefallen an blumigen Gestaltungen, dennoch finde ich es schade, dass man nicht das englische Cover gewählt hat, denn das hat für mich viel mehr Ausdruck. :)


Auf dieses Buch hatte ich mich wahnsinnig gefreut, es hat sich ja auch immer mehr zu einem Hype entwickelt und alle sind total begeistert davon und bei diesem Buch kann ich das nicht nur verstehen, es ist mir genauso ergangen.

Natürlich ist gleich am Anfang klar worauf man sich einlässt, man kennt das Ende und dennoch habe ich mich beim Lesen des Buches immer wieder dabei ertappt, wie ich gehofft habe, dass ein Wunder geschieht. 
Nicht nur weil der Tod an und für sich traurig ist, sondern auch weil Rabbit mir so unglaublich ans Herz gewachsen ist. Ich hab sie unglaublich gemocht, sie ist so unglaublich stark und stur, aber vor allem auch humorvoll.
Es gibt immer wieder Moment in denen sie ihre Krankheit mit Humor verschmäht und auch dem Tod selbst wird zu weilen mit Humor entgegen getreten.
Das gehört natürlich alles irgendwie zum Prozess dazu, für mich brachte das aber auch alles eine gewisse Leichtigkeit mit und für die war ich sehr dankbar.
Aber auch sonst mochte ich ihre Figur unglaublich gerne, weil sie nicht nur stark oder schwach war sondern beides in einem und manchmal beides zu gleich, sie hat mich wirklich für sich gewinnen konnen und der Abschied von ihr fiel mir unheimlich schwer.

Da das Buch nicht nur aus der Sicht von Rabbit erzählt, sondern man auch in die Gedankenwelt ihrer Familienmitglieder eintaucht, lernt man auch sie dadurch gut kennen,  zudem wurde das ganze Buch dadurch, für mich, nur noch emotionaler. Da ich den Schmerz jedes einzelnen spüren und miterleben konnte.
Auch die Familie ist mir wirklich sehr ans Herz gewachsen, sie sind allesamt recht eigensinnig und doch alle sehr liebenswert, ich hab mich nicht nur wohl bei ihnen gefühlt sondern schon fast das Gefühl gehabt, ein Teil von ihnen zu sein.
Es ist schön wie sehr sie alle zum Leben erweckt wurden sind und keine Person in der Masse untergegangen ist, sie alle haben ihren Platz bekommen der ihnen Zustand und das war sehr schön.

Das Buch verfolgt die letzten neun Tage von Rabbit und ihrer Familie, gibt aber auch Einblicke in die Vergangenheit, dadurch gewann für mich noch einmal alles an Form und es war interessant zu sehen, dass egrade Rabbit mal jemand ganz anderes war als das was die Krankheit aus ihr gemacht hat. Das war ein schöner Aspekt, auch wenn von Anfang an klar war, dass es nicht nur schöne sondern auch schmerzliche Erinnerungen sind, die da aufleben.
Aber so ist das Buch generell, es ist schön und traurig und es fiel mir schwer das Buch aus der Hand zu legen, weil ich emotional so gefesselt von dem Ganzen war und dennoch brauchte ich immer wieder meinen Abstand zum Buch, damit das alles nicht zu überwältigend wurde.
Und ja ich gestehe nur zu gerne, hier sind bei mir mehr als eine Träne geflossen.


Das Buch hat mich also ziemlich mitgerissen, berührt und verzweifeln lassen und ich bin fest davon überzeugt, dass genau das die Aufgabe eines solchen Buches ist, von daher empfand ich alles als richtig gemacht.
Emotionen pur - Lesepflicht.
Weitere Informationen: 
  • Taschenbuch: 464 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 2 (20. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499269228
  • ISBN-13: 978-3499269226
  

Kommentare:

  1. Huhu!
    Vielen Dank für diese tolle Rezension :) Nach meiner langen Bloggerpause habe ich auch nach neuem Stoff gesucht und habe das Buch letztens im Buchhandel gesehen - ich wollte allerdings noch ein paar Rezis dazu lesen.
    Du hast mich richtig überzeugt! Es wird beim nächsten Einkauf mitgenommen :)

    liebe Grüße
    Emilie
    www.blaetterwind.blogspot.de

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    1. Hey Emilie,

      freut mich, dass ich deine letzten kleinen Zweifel beseitigen konnte, das finde ich schön. :)
      Ich wünsche dir viel Spaß bei dem Buch und hoffe, du kannst es genauso sehr genießen wie ich. ♥
      Und willkommen zurück in der Bloggerwelt. :)

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  2. Eine tolle Rezension. Ich habe es heute spontan gekauft ohne vorher Rezensionen gelesen zu haben. Danke, du hast mich völlig "angefixt" und ich werde es wohl noch heute beginnen :)

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    1. Ist auch manchmal besser ein bisschen unvoreingenommen an ein Buch heran zu gehen. :) Wünsche dir auf jeden Fall viel SPaß beim Buch und hoffe wirklich, dass es dir ebenso sehr gefällt wie mir. ☺

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  3. Ich war mir bisher nicht sicher ob ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. Doch so wie du die Rezension geschrieben hast, ist es wirklich ein Buch das man unbedingt lesen sollte. Du hast alles sehr schön beschrieben. Das man die vergangenheit auch kennenlernt, finde ich super auch die verschiednen Einblicke.

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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    1. Ja, das Buch bietet für mich auch wahnsinnig viele Aspekte die dazu einladen das Buch zu lesen und die es auch noch mal von anderen Büchern dieser Art unterscheidet, denn häufig liest man alles aus der Perspektive des sterbenden oder nur einer anderen Person, aber hier sind so viele involviert, das macht das ganze einfach besser (zumindest habe ich es so empfunden). Freut mich, wenn dir meine Rezension zeigen konnte, wie lesenswert es ist. :)

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  4. Das ist gut zu wissen. Man liest den Klappentext und denkt, schon wieder so eine Geschichte. Obwohl ich die zwar meistens total ergreifend finde. Das Buch werde ich mir auf jeden Fall näher anschauen.

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    1. Ja, kann deinen Punkt gut nachvollziehen. Oftmals ähnelt sich das halt und es ist halt schön wenn dann mal was hervorsticht was anders ist. :)

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