Mittwoch, 20. Mai 2015

[Rezension] Elias & Laia

von Sabaa Tahir
"Wie überlebt man in einer Welt, in der Männer mit silbernen Masken jeden Tag den Tod bringen können? Wie kann man sich selbst treu bleiben, wenn die Herrschenden des Imperiums alles dafür tun, voller Grausamkeit ein ganzes Volk zu
unterjochen? Elias und Laia stehen auf ganz unterschiedlichen Seiten. Und doch sind ihre Wege schicksalhaft miteinander verknüpft. Während Elias in der berühmten Blackcliff-Militärschule dazu ausgebildet wird, als Elite-Krieger die silberne Maske der Macht voller Stolz und ohne Erbarmen zu tragen, muss Laia täglich die Willkür der Herrschenden fürchten. Als ihre Familie ermordet wird und ihrem Bruder die Hinrichtung droht, schließt sie sich dem Widerstand an. Als Sklavin getarnt, dringt sie in das Innerste von Blackcilff vor. Dort trifft sie auf Elias, den jungen Krieger, der eigentlich ihr Feind sein müsste ... Eine mitreißende Geschichte, in der es buchstäblich um Leben und Tod geht"



Elias und Laia sind Teil der gleichen Welt, das herrschende Imperium regiert über das Volk mit Gewalt und überaus strengen Regeln und doch teilen sie nicht das gleiche Schicksal, denn die beiden stehen auf verschiedenen Seiten.
Laia ist ein Opfer der Herrschaft, nach einem tragischen und gewaltvollen Schicksal beschließt sie sich dem Widerstand anzuschließen.
Elias absolviert eine Ausbildung zum Elite-Krieger, er verfolgt die Befehle von oben, ein aufeinander Treffen der beiden müsste Laias Tod bedeuten, doch dann kommt alles anders. 


Das Cover gefällt mir nicht, ich mag es tatsächlich nicht so gerne wenn ein männliches Geschicht das Cover zieht, vor allem im Vergleich zur englischen Ausgabe wirkt diese hier recht "billig".


Ich bin sehr froh, dass der Verlag mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht hat, denn ansonsten wäre ich Aufgrund der Optik eher dran vorbei gelaufen. 

Hinter dem Buch versteckt sich eine wirklich tolle Geschichte, die wirklich lebendig wurde und mich mit seiner Grausamkeit wirklich atemlos zurückließ.
Die Welt hier ist wirklich sehr bildlich dargestellt wurden und man spürt die Bedrohung die im Volk zu fühlen ist wirklich allgegenwärtig. Es ist unheimlich brutal und ich musste schon manches Mal schlucken und irgendwie fand ich all das wirklich sehr reizvoll. ;) 
Auf der anderen Seite hatte ich Teils das Gefühl, dass zu viel drum herum beschrieben wurde, zu einem wäre das gar nicht immer nötig gewesen und zum anderen kam es dadurch für mich auch zu langegezogenen Stellen im Buch.

Interessant fand ich wiederum die verschiedenen Perspektiven, zu einem erleben wir Laia, die wirklich in der untersten Schicht aufwächst und lebt und man merkt wie viel Grausamkeit ihnen wiederfährt ohne, dass sie etwas dagegen tun können. Manche Akte erscheinen vollkommen willkürlich, dienen der reinen Macht demonstration, das war absolut widerlich und hat mich wirklich in den Bann ziehen können. Es hat einfach einen Rausch verursacht, man wollte mehr erfahren, man wollte sehen wie und ob Laia es schafft da raus zu kommen und wie der Widerstand genau agiert und funktioniert - kann er überhaupt etwas ausrichten? ;)

Auf der anderen Seite konnte man durch Elias auch ein Bild von der Regierung bekommen, generell finde ich es immer schönen wenn beide Seiten beleuchtet werden. Im Zuge von Elias Ausbildung gab es dann für mich allerdings auch wieder ein paar Hänger, während Laias Schicksal mich vollkommen packen konnte, war Elias Part für mich nicht immer spannend, hier hätte ich es mir gewünscht, dass die Autorin einiges kürzer fast.

Was die Charaktere betrifft, so war man doch sehr darauf fixiert Laia und Elias entsprechend zu Formen, so dass weitere Protagonisten eher hinten an standen. Dafür waren Elias und Laia dann auch sehr klar, nicht immer konnte ich mich mit den beiden anfreunden.
Gerade Laia, war mitr teils zu naiv und es war ebenso schade, dass eine Entwicklung in der Hinsicht nicht wirklich vorhanden war, das fand ich schade. Weil ich Naivität bei Protagonisten mit am nervigsten fand - dennoch konnte ich an ihr auch die guten Seiten entdecken, tief in ihr verbirgt sich eine wirklich mutige und starke Persönlichkeit die sich in große Gefahr begibt für das größere Wohl, von daher mochte ich sie dann auch an vielen Stellen sehr gerne.
Elias war allgemein recht hart, was vollkommen verständlich ist wenn man bedenkt in welchem Umfeld er aufgewachsen ist, aber an und für sich hätte ich mir noch mehr weichere Züge gewünscht. Aber das ist letztendlich alles Geschmackssache.


Elias und Laia, bietet eine sehr ausgereifte Welt, die von Grausamkeit geführt wird. Eine wirklich spannende Welt die dem Leser einiges an Nerven abverlangt, hier und da gab es für mich kleinere Knackpunkte, am Ende bleibt mir aber nur zu sagen, dass es ein schnelllebiges Fantasy-Abenteuer war, das mich trotzallem packen und für sich gewinnen konnte.
Super Buch.
Weitere Informationen: 
  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (one by Lübbe); Auflage: 1. Aufl. 2015 (15. Mai 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3846600091
  • ISBN-13: 978-3846600092
  

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