Mittwoch, 17. Juni 2015

[Kurzrezensionen] Im Wunderland durch die Zeit, vorbei an den schwarzen Löchern

Hallo meine Lieben,

manchmal staut sich einfach zu viel an und dann greife ich gerne auf den Nutzen von Kurzrezensionen zurück, denn meine Meinung zu den gelesenen Büchern möchte ich ja dennoch loswerden. :D
Heute habe ich drei Kurzrezensionen für euch und gestehe, dass die Bücher nur bedingt zu einander passen, aber die Überschrift ist doch gelungen, oder? :D
Zumindest lässt sich erahnen um welche Bücher es hier gehen könnte. :)

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von Lewis Carroll
"Mit einem sprechenden weißen Kaninchen fängt alles an … Unversehens und kopfüber landet Alice im Wunderland, wo höchst merkwürdige Dinge geschehen und ihr allerlei wundersame Gestalten begegnen. Sie trinkt Tee mit dem verrückten Hutmacher und dem Schnapshasen, trifft Spielkarten, die zum Leben erweckt worden sind, und muß ein Duell der besonderen Art gegen die böse Herzkönigin austragen.." 


Alice im Wunderland ist mein absolutes Lieblingsbuch, weshalb ich es kürzlich einem Re-Read unterzogen habe. 
Ich hatte das Gefühl beim zweiten Mal noch mehr Dinge entdecken zu können als beim ersten Mal, es war eine Entdeckungsreise in einer vertrauten Welt, ich fühlte mich wie Alice die erneut ins Wunderland kehrt und das war ein unglaublich schönes Gefühl, bei dem ich mich einfach wohlgefühlt habe und das micht packen konnte wie nichts weiteres.
Lewis Carroll hat eine einzigartige Welt erschaffen ein Land das skurril, bunt und unvorhersehbar ist. Die abstrusesten Dinge sind dort vertreten und man weiß sofort, hier im Wunderland ist einfach alles möglich. Ich liebe all diese gestalten und wie verquirrlt deren Gedanken sind und doch, wenn man sie betrachtet und verinnerlicht, dann merkt man wie wahr sie sind.
Es gibt auf verwirrende Weise anstoß zum Nachdenken, es ist weise und klug und mit Alice haben wir eine Charakterin die dem ganzen mit großer Neugierde auf den Zahn fühlt. Und auch selbst kommt sie mit allerhand Gedankengängen daher die nicht nur witzig sondern auch überaus klug sind, ich bin einfach ein Alice Fan und dieses wunderbare Mädchen wird einfach auf ewig meine Lieblingsprotagonistin bleiben. :D
Von mir gibt es hier nur eine Leseempfehlung, das Buch ist kurzweilig und dennoch intensiv, es ist humorvoll und dennoch ist es mit so viel Weisheit und Intelligenz gespickt. Alice im Wunderland ist einfach eine tolle Mischung, die für Kinder unterhaltsam ist, aber einen Erwachsenen bewegen kann, zumindest meiner bescheidenen Meinung nach.

5/5


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von Jasmine Warga
"Wenn dein Herz sich anfühlt wie ein gähnendes schwarzes Loch, das alles verschlingt, welchen Sinn macht es dann noch, jeden Morgen aufzustehen? Aysel will nicht mehr leben – sie wartet nur noch auf den richtigen Zeitpunkt, sich für immer zu verabschieden. Als sie im Internet Roman kennenlernt, scheint er der perfekte Komplize für ihr Vorhaben zu sein. Und während die beiden ihren gemeinsamen Tod planen, spürt Aysel, wie sehr sich auf die Treffen mit Roman freut, wie hell und leicht ihr Herz sein kann. Und plötzlich ist der Gedanke, das alles könnte ein Ende haben, vollkommen unerträglich ... Aysel beginnt zu kämpfen. Um ihr Leben. Um sein Leben. Und um ihre gemeinsame Liebe."

Auf mein Herz und andere schwarze Löcher war ich sehr gespannt, generell mag ich Bücher die kaputte Charaktere beinhalten. Ich finde es einfach faszinierend in die Gedankenwelt von so jemanden einzudringen, zu erkennen was geschehen ist, wie sie versuchen zu kämpfen aber einfach nicht ausbrechen können.
Aysel mochte ich sehr, vor allem ihre Entwicklung fand ich sehr interessant, sie ist eine unglaublich traurige Person und das spürt man auf jeder Seite, als sie Roman im Internet kennenlernt, planen sie einen Selbstmord packt.
Und dann geschieht der große Entwicklungsprozess bei Aysel, sie reift und entwickelt sich weiter, und sie verliebt sich und dann hat sie zum ersten Mal seit langem wieder etwas schönes in sich und sie will daran festhalten, doch Roman will davpon nichts wissen.
Und so kämpft Aysel nicht nur für sich sondern auch für Roman, doch das ist nicht leicht und auch sie muss herbe Rückschläge einstecken.
Es ist einfach eine tolle Geschichte, die emotional ist und mich wirklich berühren konnte. Am faszinierensten fand ich wirklich die Entwicklung die Aysel durchmacht, zu beobachten wie sie von diesem schwarzen Klümpchen zu einer Kämpferin heran wächst, war unglaublich beeindruckend. Die Ereignisse die dazu führen waren spannend und haben bei mir einen Sog verursacht, vor allem weil man nartürlich auch immer wissen wollte, ob sie es schaffen wird oder nicht und ob eine Beziehung der beiden wirklich Bestand haben kann oder nicht.
Es ist ein Buch das Mut macht aber dennoch sehr ehrlich ist, ich hatte nie das Gefühl, dass es hier eine übertriebene Darstellung gibt. Die Hintergründe von Roman und Aysel, mögen zwar dramatisch und nicht ganz alltäglich sein, aber dennoch wirkte es immerzu authentisch und nicht konstruiert, es ist einfach eine schöne und traurige Geschichte, die mir mitten ins Herz gegangen ist. :)

 4/5

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von Myra McEntire
"Warum sieht Kaleb Ballard plötzlich Menschen aus der Vergangenheit? Er gehört zwar dem„Hourglass“ an, einer Organisation von Menschen mit übersinnlichen Kräften, aber Visionen zählen definitiv nicht zu seinen Fähigkeiten. Jemand scheint die Zeit zu manipulieren, und Kaleb hat auch schon eine Vermutung, wer. Er verdächtigt Jack Landers, der bereits versucht hatte, sowohl Kalebs Vater als auch seine große Liebe Emerson Cole umzubringen. Kaleb muss Landers finden und ihn ein für alle Mal stoppen. Aber wie kann man jemanden aufhalten, der unberechenbar durch die Zeit springt?"


Als ich mit dem zweiten Teil der Hourglass Reihe begonnen habe, lag der erste Teil schon eine ganze Weile zurück, das hat mir den Einstieg ins Buch so ein bisschen erschwärt muss ich sagen, dennoch kam dann ab einen gewissen Punkt die Wende und ich hab mich wieder heimisch gefühlt und konnte mich auch wieder an die Protagonisten erinnern, so dass die Vertrautheit wuchs.
Am Anfang war aber gerade der Protagonistenwechsel den die Autorin inszeniert sehr schwierig für mich, im ersten Teil hat man das Geschehen aus Emmersons Sicht verfolgt und im zweiten Buch gehts es dann mit Kalebs Sicht weiter, einen Protagonisten an den ich mich so gar nicht mehr erinnern wollte. Deswegen auch den schwierigen Start. 
Die ersten 100 Seiten waren für mich also schleppend, aber dann kam volle Fahrt in die Geschichte und ich hab mich wirklich wohl gefühlt und konnte den Verlauf der Geschichte mit großem Interesse folgen. Ich muss sagen, dass das für mich noch einmal ordentlich was rausgerissen hat und generell mein Gefallen an die Reihe gesteigert hat.
Es war einfach eine tolle Geschichte die mich voller Spannung zurück ließ und die einige Überraschungen für mich bereithielt. Auch die Entwicklung zwischen den Charakteren hat mir gut gefallen und sie wuchsen mir wieder unglaublich ans Herz, vor allem Kaleb habe ich sehr lieb gewonnen, er ist ein toller Junge, dessen Fassade wesentlich bedrohlicher wirkt, als er ist. :)
Schön fand ich, dass Emerson und Michael dennoch einen großen Raum in der Geschichte eingenommen haben, häufig ist es ja so, dass die vorherigen Protagonisten bei einem Protagonistenwechsel nahezu verschwinden und nur noch sporadisch eine Rolle spielen, das war hier glücklicherweise nicht so und mochte ich sehr gerne. :)

5/5

1 Kommentar:

  1. Ich staune gerade darüber, dass du dein absolutes Lieblingsbuch erst zum 2. Mal gelesen hast. Ich lese alle Bücher, die mir wirklich, wirklich gefallen, ein zweites oder auch ein drittes Mal und im Regal darf eigentlich aus Platzgründen nur stehenbleiben, was für einen Re-Read in Frage kommt, und das sind trotzdem fast 20 Meter (Alice steht übrigens auch dort ;) ). Und mein absolutes Lieblingsbuch habe ich schon mehr als ein Dutzend Mal gelesen. Aber so unterschiedlich sind die Lesegewohnheiten...

    LG, Julia

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