Mittwoch, 8. Juli 2015

[Diskussion] Was ist ein Buch (nicht) wert?



Hallo meine Lieben,

in vielen Facebook-Gruppen, lese ich immer häufiger Diskussionen darüber, dass Bücher (insbesondere die vom Verlag) doch unverschämt teuer seien und gerade bei eBooks findet diese Aussage dann auch viele Anhänger.
Generell muss ich sagen, dass mich diese Aussagen immer ein bisschen schockieren und auch traurig machen, ist ein Buch (egal ob Print oder eBook) wirklich so wenig wert, dass man nicht bereit ist 15-20€ dafür auszugeben?

Klar kann ich verstehen, dass es genug Menschen gibt deren Budget schmal ist und wenn sie dann auf gebrauchte Bücher zurückgreifen, dann finde ich das vollkommen legitim. Rechtfertigt das allein schon die Beschwerde über den regulären Preis?
Das ist sicherlich ein Thema über das man gut diskutieren kann und bei dem sicherlich die Meinungen aus einander gehen. Von daher wollte ich das hier einfach mal in den Raum stellen und euch fragen:

Sind Bücher euch zu teuer oder gebt ihr gerne das Geld für ein gutes Buch aus?


Natürlich möchte auch ich meine Meinung dazu kund tun, auch wenn sich diese eventuell schon aus der Einleitung herauslesen lässt. ;)
Generell gehöre auch ich zu den Leuten, die nicht das größte Budget haben für Bücher. Im Monat kann ich derzeit max. 50€ dafür ausgeben.
Das ist ein Budget mit dem 5 Taschenbücher bekommt, nun bin ich aber ein viel größerer Anhänger von HC von daher verzichte ich persönlich häufig auf Masse und kaufe mir ausgewählte Bücher, die unbedingt sofort her müssen.
Natürlich ist das auch für mich manchmal doof, denn die Bücher die unbedingt her müssen sprengen mein Budget in jedem Monat aufs neue, von daher habe ich eine ewig lange Wunschliste.
Also klar wäre es toll, wenn man Bücher günstiger bekommen könnte, aber wäre das dann ein gerechter Preis?
Ist ein HC mit durchschnittlich 400 Seiten nicht seine 17-20€ wert?
Wenn ich mal überlege wie viel Geld sonst für unbedeutenes Zeug bei mir drauf gehen kann, dann sehe ich doch, dass ich für den gleichen Preis etwas Beständiges habe.
Denn auch wenn ich die meisten Bücher nur einmal lese, so bleibt die Geschichte bei mir und auch der Anblick des Buches im Regal löst bei mir unmengen an Freude aus. Von daher ist mir ein Buch definitiv sein Geld wert und ich gebe gerne so viel Geld für ein Buch aus.
Zu mal mir dir Bücherbranche generell sehr am Herzen liegt und ich die Buchhändler und Verlage gerne unterstützen mag.

Aber kommen wir mal zu dem eigentlichen Knackpunkt, nämlich den eBooks. Selfpublisher (und die Aussage treffe ich ohne Wertung) machen es mit den dumping Preisen vor.
Hier findet man Bücher für nicht mal einen Euro und auch sonst übersteigen Bücher aus von Selfpublishern meines wissens nach selten die 6€.
Und genau da kommt es dann zu dem Punkt wo viele einfach nicht mehr bereit sind die Preise vom Verlag zu bezahlen, zu mal diese ja auch nur maginal weniger kosten als die Printausgabe zu dem Buch.
Ist also ein eBook nichts wert?
Bei vielen habe ich das Gefühl, dass sobald die Kosten für den Druck wegfallen, müsse ein Buch doch zum Discountpreis zu haben sein, woher kommt dieses Denken?
Glauben viele wirklich nur, dass der Preis des Buches durch die Druckkosten zu Stande kommt?
Ich frage nur, weil es einfach viele gibt die bei eBooks nicht bereit sind mehr als 10€ auszugeben..

Dass auch von den eBooks, Autor, Verlag, Händler etc. bezahlt werden will, scheinen die wenigsten sehen zu wollen.

Natürlich ist es einfach ein großer Preisunterschied ob man 99cent oder gleich 15€ für eich eBook bezahlt, aber letztendlich wird der Autor der sein eBook für diesen Preis anbietet vielleicht gekauft, aber kann er davon auch leben?
Ich denke in den wenigsten Fällen ist das machbar, der Verlag ist allerdings darauf angewiesen ein Gewinn zu erzielen und dementsprechend sind halt auch die Preise zu sehen.
Natürlich wollen auch SPler davon leben, zu mal auch sie viel Zeit und Geld in ihre Werke stecken, aber meist haben diese ja noch eine andere Einkommsquelle.
Letztendlich ist es halt schade, dass der Konsument einem eBook einen so geringen Wert zuweist, dass viele SPler gezwungen sind niedrige Preise anzubieten um überhaupt gekauft zu werden.
Nur das man dann diese Preise als normal ansieht und die Preise vom Verlag als unverschämt empfindet kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.

Vielleicht sollte man generell einfach mal verinnerlichen, dass man nicht nur das Buch bezahlt, sondern auch alle Menschen die dahinter stecken, vom Autor, Verleger, Lektorat etc. Die Menschen die uns das Lesen überhaupt erst ermöglichen und die so viel Herzblut da hinein stecken um uns Leser eine neue Welt zu bieten!


Aber nun habe ich genug geschwafelt, erzählt mir doch auch eure Meinung. Seht ihr wofür ihr bezahlt oder ist es euch einfach egal, weil ihr sehen müsst wo ihr selbst bleibt? (Mag harrsch klingen ist es aber nicht, in gewisser Weise kann ich das auch nachvollziehen)
Würde mich freuen wenn ihr mir euren Standpunkt erläutert. ☺

Kommentare:

  1. Ich finde nicht, dass Bücher zu teuer sind. Ich denke, die kreative Arbeit der Autoren und alles, was damit zusammenhängt, sollte auch gewürdigt werden. Zudem sind Bücher für mich keine Wegwerfartikel. Ich lese kaum E-Books, weil ich die Haptik "realer" Bücher viel lieber mag und auch mal gerne nicht auf einen Bildschirm starre. Viele Bücher in meinem Regal rufen auch nach Jahren noch bestimmte Emotionen hervor oder wecken Erinnerungen - das hat für mich dann einen viel höheren Wert als die 20€, die ich vielleicht investiert habe. Außerdem gibt es mit gebrauchten Büchern, Leihgaben etc. auch viele Möglichkeiten "günstiger" zu lesen.

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    1. Hey,

      erst einmal Danke für deine Beteiligung. :)
      Und da greifst du dann ja auch glatt ein paar Punkte auf, die auch von mir bereits erwähnt wurden sind.
      Was Buch vs. eBook betrifft, so stimme ich dir da auch zu. Mag Print auch so viel lieber, aus Platzmangel, bekomme ich zum Geburtstag aber bald einen eReader und bin gespannt ob ich mich ein bisschen damit anfreunden kann. ^-^

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  2. Hey,

    Also mir sind echte Bücher lieber. Ich mag es ein volles Bücherregal zuhause zu haben und ab und zu stöbern zu können ala "Das Buch war so toll... das auch... und das sollte ich nochmal lesen"
    Ich bin bei Büchern teilweise ziemlich eigen. Ich kaufe mir oft Taschenbücher und wenn mir das Buch gefällt verkaufe ich es wieder und kaufe mir ein HC für mein Bücherregal. Taschenbücher sind sozusagen meine "Opfer". Da bin ich nicht mal annähernd so heikel wie auf meine HC Bücher. Wenn ich sie wieder verkaufe sehen sie wirklich sehr mitgenommen aus ^^
    Immer wenn ich Käpt'n Blaubär in die Hand nehme muss ich daran denken als ich es bekommen habe und innerhalb von kürzester Zeit dadurch zum Bücherwurm wurde. Einige waren Geschenke von lieben Freunden und andere habe ich gelesen als es mir mies ging und Aufheiterung in Büchern suchte. Da bin ich dann doch ziemlich sentimental ^^

    Dennoch habe ich mir überlegt wegen diesen Tick mir einen E-Reader zu kaufen. Dann würde das ganze nicht so sehr aufs Geld gehen (besonders wenn ich eine hübsche Box sehe und dann zuerst die Teile als Taschenbuch kaufe, kann das ziemlich teuer werden...). Bei mir ist auch der Nachteil, dass für mich persönlich die Bücherei im Ort zu wenig hergibt, besonders was Fantasy & Thriller angeht sind sie recht mager ausgestattet. Einige Zeit habe ich mich dann bei den Bücherein Wien angemeldet, da ich dort einfach jedes Buch bekam, aber mittlerweile fahre ich nicht mehr regelmäßig nach Wien und alleine dafür hin und zurück zu fahren zahlt sich auch nicht aus :/

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    1. Hallo Julia,

      ja ich mag die Prints auch lieber, aus Platzmangel wird nur nächste Woche ein Reader bei mir einziehen und ich bin gespannt ob ich mich zumindest etwas damit anfreunden kann. ;)
      Aber ja, du scheinst wirklich sehr, sehr eigen zu sein. Ist aber auch ziemlich sympathisch. Ich hab das bei Alice im Wunderland, dass ich gerne noch so viele andere Ausgaben davon hätte, weil es so viele verschiedene und schöne gibt. Die dann einfach dekorativ auch noch was her machen. Aber bisher bin ich bei meiner einen Ausgabe geblieben, ändert sich aber sicherlich noch mal. :)
      Mit dem eReader würde dir dann ja auch wieder die Onleihen zur Verfügung stellen, was ja auch Vorteile haben kann. Also irgendwo bin ich sicher, dass ein Reader seine Vorteile hat, aber muss mich auch erst einmal davon überzeugen lassen. :D

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  3. Liebe Svenja,

    mein Budget für Bücher ist recht großzügig bemessen, da ich immer nur so viel kaufe, wie ich auch in ein bis zwei Monaten lesen kann. 50 Euro pro Monat ist schon ein ziemlich gutes Budget. Ich lese viele Klassiker, da bekommt man z.T. für 15 Euro über 1200 Seiten. Also da kann man über den Preis definitiv nicht meckern. Insbesondere nachdem das echt hochwertiger Inhalt ist.

    Ich kaufe keine Ebooks. Ich mag es einfach Bücher zu horten und ich möchte sie richtig besitzen. Primär kaufe ich auch Taschenbücher, aber am liebsten habe ich gebundene Bücher. Edel aufbereitete Bücher haben einfach was. Mein letzter Beitrag über Bücher vom Mare Verlag sind so ein Beispiel für Bücher, die einfach wunderschön sind und wo es einfach ein Genuss ist sie nur in die Hand zu nehmen.

    Ebooks im Niedrigpreisbereich sind nichts für mich. Ich gebe lieber etwas mehr aus und bekomme ein Buch, das mit aller Sorgfalt geschrieben, überarbeitet und in Buchform gebracht wird. Beispielsweise sind die Klassiker bei Amazon oft gekürzt oder haben eine schlechte Qualität (zumindest wenn man den Bewertungen glauben will). Für eine aktuelle Übersetzung und einer nicht gekürzten Fassung aus einem renommierten Verlag nehme ich auch gerne mal etwas mehr in die Hand.

    Insgesamt sind Bücher ziemlich günstig. Angesichts der langen Lesezeit und dem Lesevergnügen ist ein Buch einfach unschlagbar. Verglichen mit einem Kinobesuch ist ein Buch sowieso unschlagbar.

    Liebe Grüße
    Tobi

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    1. Hallo Tobi,

      auch dir danke ich erst einmal für deinen ausführlichen Post. Ich freue mich wirklich sehr. :)

      Okay, da gehst du die Sache wesentlich praktischer an, ich bin generell jemand der Bücher hortet und ich habe auch jetzt schon einen Vorrat der mich wesentlich mehr ls ein Jahr decken mag. Aber ich bin nicht so gut was das warten betrifft, vor allem habe ich Angst, dass wenn ein Buch nicht so erfolgreich ist, zwei Jahre später schon aus dem Druck genommen wird und ich es nicht mehr bekomme. Häufig schon erlebt und das hat mich dann immer ziemlich traurig gestimmt, von daher will ich am liebsten immer alles sofort haben. Von daher sind 50€ schon ziemlich okay, für mich aber viel zu wenig. :D
      Aber das lässt mich nicht den Wert eines Buches verkennen.

      Bei den Klassikern ist mir das auch schon häufig aufgefallen, dass man diese echt günstig bekommt, für Anna Karenina in einer Weltbild Ausgabe habe ich nur 5€ gezahlt und für Krieg und Frieden nur 10€ aus dem Anaconda Verlag. Beides dicke Bücher und ich hätte definitiv mehr bezahlt.

      Das mit dem gekürzten Versionen stimmt, die Klassiker gibt es dort ja häufig gratis, es sind aber wirklich eher auszüge und das wird nicht gekennzeichnet, was ich sehr schade finde. Bei den meisten verliert man häufig natürlich kein Geld dadurch, aber irgendwo ist dadurch ja schon eine Täuschung entstanden. ;)
      Was Bücher im Niedrigspreisbereich von SPlern betrifft, so habe ich da auch immer die Befürchtung, dass die Qualität mangelhaft sein mag. Generell lese ich ja noch keine eBooks und werde diese später auch nicht von Amazon beziehen, aber ich hatte schon die Gelegenheit Bücher von SPlern zu lesen und bisher haben die mir selten gefallen, weshalb ich da auch echt skeptisch bin. Selbst wenn es vereinzelt echt gute geben mag. :)

      Deinem Schlusswort schließe ich mich hier gerne an! :)

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  4. Hey Svenja,

    ein schwieriges Thema hast du dir da ausgesucht :)

    Also ich finde Bücher grundsätzlich auch nicht zu teuer. Natürlich müssen die Autoren anständig bezahlt werden - ich weiß nicht, ob das tatsächlich der Fall ist. Das ist immerhin geistiges Eigentum, welches zu unserer Unterhaltung angeboten wird.
    Allerdings sehe ich auch in manchen Veröffentlichungen reine Geldmacherei. Insbesondere bei Mehrteilern im Jugendbuchgenre. Viele Bücher bieten sich natürlich an, als Reihe zu erscheinen. Ein Einzelband wäre schlicht zu dick (gerade für die junge Zielgruppe vllt. abschreckend). Ich weiß nicht, ob es ein gutes Beispiel ist: "Meto". Bislang habe ich nur den ersten Teil gelesen, der mir gut gefallen hat. Es wirkte jedoch nur wie eine Einleitung. Die gesamte Story wurde in 3 Bücher verpackt - zu jeweils 15,-€ pro Buch. Band 1 fasst (in wirklich großer jugendbuchtypischen Schriftart) rd. 200 Seiten.
    (Natürlich kann ein Buch mit geringer Seitenzahl viel mehr unterhalten (bzw. "besser sein") als ein Buch mit vielen Seiten. Darum geht es nicht.)

    Das neue "Format" der "broschierten" Bücher gefällt mir überhaupt nicht. Mir erschien es wie eine neue Idee, Bücher die als Taschenbuch verkauft werden sollten (also für 10€) dezent für 15€ oder mehr anbieten zu können. Es geht mir nicht um die 5 € - bitte nicht falsch verstehen! Für mich wirkt das nur wie eine gute Idee, die preislich genormten Bücher teurer zu machen. Natürlich stehen trotzdem einige broschierte Bücher hier rum...

    Ebooks sind natürlich noch eine andere Geschichte.
    Ich habe nun seit längerer Zeit einen Kindle Paperwhite. Natürlich wäre ich bereit, den Originalpreis für ein Buch zu bezahlen. Wie du bereits geschrieben hast, sind nicht die Druck- und Einbindekosten der ausschlaggebende Punkt. Allerdings kann man (zumindest bislang bei amazon) die gekauften Bücher nicht verleihen. Ich verleihe Bücher, die mir gut gefallen haben, wirklich gerne weiter. Außerdem leihe ich mir auch viele Bücher einfach nur aus. Das geht damit nicht - für ich ein großes Manko. Außerdem hast du halt einfach kein Buch in der Hand ;p Wenn die das mit der Ausleihfunktion mal hinbekommen, würde ich mir viel mehr Ebooks kaufen.
    Allerdings mag ich die 1-Euro-Angebote ganz gerne. So lernt man auch neue Autoren für wirklich wenig Geld kennen. Warum nicht? Das heißt noch lange nicht, dass hier der Preis gedrückt wird. Es ist ja nur eine begrenzte Zahl - und fast nie (außer besondere Angeboten) wirklich bekannte Bücher/Autoren. Einige Bücher werden auch nur für die Anfangszeit sehr günstig angeboten, um Interessenten zu locken. Finde ich gut.

    Na ja, das wäre dann meine Meinung. Weicht etwas ab...

    Viele Grüße,
    Enni

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    1. Hallo Enni,

      auch abweichende Meinung sind gern gesehen und sollen sich nicht davor scheuen hervorzutreten. :)

      Generell kann ich sogar einige Punkte nachvollziehen. Gerade wenn es um Buchreihen geht die unnötig aufgeteilt werden. Häufig wird das ja bereits vom amerikanischen Verlag vorgegeben und der deutsche Verlag muss zwangsweise nachziehen, weil Kosten für die Rechte etc. einfach sonst zu teuer werden, wenn man aus 3 Büchern 1 macht.
      Dann hingegen betrachte ich die Reihe von Das Lied von Eis und Feuer und denke mir, für die englischen Bücher muss ich wenn überhaupt 50€ Zahlen, bei den deutschen ist es das dreifache..
      Das ist dann sowas, wo auch ich mal schlucken muss. Mag sein, dass deutsche Verlage anders arbeiten mit Papier und Schrift und die Bücher wenn man sie nicht getrennt hätte 1300+ Seiten bekommen hätten, aber ganz ehrlich. Wen 700-900 Seiten nicht erschrecken, der wird auch über 1000 Seiten lesen, wenn das Buch interessiert.
      Zumal ich das Gefühl habe, dass Bücher aus dem High-Fantasy Genre eh häufiger recht dick sind..

      Mit den Broschierten Ausgaben ist das sicherlich so eine Sache, häufig finde ich es auch seltsam, dass ich für den gleichen Preis teilweise eine HC Ausgabe bekomme, aber an sich mag ich die Broschur, weil ich sie als wesentlich stabiler empfinde als Taschenbücher, von denen ich generell weniger ein Fan bin.
      Aber auch hier kann ich verstehen wenn man nicht ganz sieht womit das rechtfertigt sein mag..

      Verleihen von eBooks ist ja auch so eine Sache, letztendlich finde ich das schon gut. Während man ein Printbuch nur einmal zur Zeit verleihen kannst, könntest du ein eBook unbegrenzt vervielfältigen und das ist ein riesen Unterschied wie ich finde ob du das Buch einem leihst oder gleich 10. Wenn die Leihe begrenzt ist und auch nicht dauerhaft auf dem Reader des anderen bleibt, dann sieht das ganze vielleicht schon wieder anders aus..
      Das ist halt generell aber auch ein Problem von Kindle, für Tolino etc. gibt es ja onleihen wie Skoobe.

      Die 1 Euro Angebote sind aus Konsumenten Sicht natürlich toll, aber das ist halt diese ich will viel und alles billig oder alles billig damit man viel haben kann. Irgendwo verständlich, dass es einen freut wenn man für kleinen Preis neue Dinge ausprobieren kann. Aber das ist halt diese Sache wo ich mich frage, hat das Buch denn keinen größeren Wert?
      Ich gehe häufiger mal in 1€ Läden stöbern, letztendlich gibt es da häufig genug ausrangierte Bücher die aus dem Verkauf gezogen werden und auch nicht weiter gedruckt werden. Wenn ich dafür nur einen 1€ zahle freut sich die Schnäppchenjägerin in mir, aber irgendwo habe ich auch ein tierisch schlechtes Gewissen. :D
      Ich bin bei diesen Billig-Preisen einfach skeptisch und ich finde es schade, dass es Erfolg hat, aber das ist in der Gesellschaft halt auch klar - auch ich nehme mich davon ja nicht aus. Ich finde es nur schade, dass viele Bücher unter wert verkauft werden.

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  5. Hallo Svenja! :)

    Erst mal: ein sehr lesenswerter Beitrag, danke dafür!
    Über dieses Thema habe ich auch schon nachgedacht, da ich in letzter Zeit häufiger irgendwo mitbekommen habe, dass sich Leute über die Preise der Bücher, ich will nicht sagen beschweren, aber dennoch jammern. Und ehrlich gesagt, regt mich das ein wenig auf. Denn ich bin, genauso wie du, ein Mensch, der sein Hobby über alles liebt - und das sind eben Bücher - und für mein Hobby gebe ich gerne das Geld aus, das es eben kostet. Für mich ist jedes Buch sein Geld wert. Egal ob 25 € oder nur 6€. Und sind wir mal ehrlich: was bringt es, zu jammern und/oder sich über die Preise zu beschweren? Nichts, genau. Deswegen werden sie sich auch nicht verändern. Man muss das eben so nehmen, wie es ist. Ein Buch kostet nun mal so und so viel. Das ist so. Ganz einfach. Und eigentlich könnten wir dankbar dafür sein, dass ein Taschenbuch nur 10 € und ein normales Hardcover nur 20 €. Dass es eben die Buchpreisbindung gibt. Händler von anderen Waren, ganz egal was (Kleidung, Elektronik, oder Lebensmittel) können je nach Nachfrage mit ihren Preisen rauf oder runter gehen. Der Buchpreis bleibt wie er ist. Und wenn man Buchblogger ist, dann hat man ja sowieso das wundervolle Privileg kostenlose REs erhalten zu können, da verstehe ich die Aufregung dann sogar noch weniger. ;)

    Ich selbst bin auch (noch^^) keine Millionärin, aber genau wie du schreibst: wir geben manchmal für die dümmsten/unnötigsten Dinge Geld aus. Und 'schmeißen es somit aus dem Fenster'. Und sich dann darüber zu beschweren, dass Printbücher oder E-Books der Verlage so 'teuer' sind, finde ich nicht fair. - Nicht nachgedacht.
    Ich bin mir sehr sicher, dass einige Leute nicht darüber nachdenken, was es eigentlich bedeutet, ein Buch herzustellen, dass es so weit ist, dass es verkauft werden kann. Angefangen vom Autor, der vielleicht hunderte Stunden daran schreibt und arbeitet und herumfeilt und recherchiert und deswegen evtl. sogar herumreist, von der Suche eines Verlages, der das Buch verlegen möchte, vom Lektorat, den Korrekturlesern, den Rohstoffen für die Herstellung, vom Druck, der Zeit, die das alles dauert, den Leuten, die damit beschäftigt sind und bezahlt werden wollen, vom Transport, vom Vertrieb, von der Werbung, von den Verkäufern direkt in der Buchhandlung. All das. Da stehen SO viele Menschen dahinter, die alle bezahlt werden müssen/wollen. Und da bekommt jeder davon einen ganz geringen Teil. Und wenn man das alles bedenkt, dann sind 10 oder 20 € wirklich angemessen. Ist ja auch nicht so, dass man nichts dafür bekommen würde. Im besten Fall hast du dir mit 10 € (d)ein Lieblingsbuch gekauft, dass du immer und immer wieder lesen magst, dessen Geschichte dich so mitgenommen und berührt hast, ja, die dein Leben vielleicht sogar verändert hat, da sie dich so zum Nachdenken gebracht hat, und du kannst es in dein Regal stellen und dich theoretisch für den Rest deines Lebens daran erfreuen.
    Und was ist mit den E-Books? E-Books von Verlagen sind in der Regel ein bis zwei Euro billiger. Und das ist genau das, was an Rohstoffen und an Druckkosten gespart wird. Alles andere bleibt ja. Und das ist den Menschen, die sich beschweren, einfach nicht bewusst. Ich finde, dass man allgemein vorher einfach öfter nachdenken sollte, was man so von sich gibt, achtsamer durchs Leben gehen sollte. Ich glaube auch nicht unbedingt, dass ich mich deswegen darüber aufrege, dass sich andere Menschen über die Preise von Büchern beschweren, sondern, dass mich eher diese Undankbarkeit dahinter stört und traurig macht. Dass viele Personen alles einfach nur noch billig abgreifen wollen, ohne den Arbeitsaufwand eines Produktes sehen können/wollen und dafür dankbar zu sein, dass es Menschen gibt, die diese machen und es uns so erst ermöglichen, all die tollen Geschichten lesen zu können ...

    Alles Liebe ♥,
    Janine

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    1. Hey liebe Janine,

      erst einmal danke ich dir für deinen ausführlichen Beitrag, freut mich, dass du deine Meinung dazu so großzügig mit mir teilst und ich finde du lässt hier ziemlich viel Herz sprechen und das gefällt mir.
      Denn das ist auch immer so ein Punkt, solche Aussagen werden in entsprechenden Gruppen getätigt, in der sich alle als Buchliebhaber bezeichnen und jedes Hobby kostet in der Regel Geld, aber wenn man etwas liebt, dann ist man ja auch irgendwo bereit dafür was zu zahlen.. :)
      Mit der Buchpreisbindung sprichst du auch wieder so ein Thema an, das immer wieder diskutiert wird. Ich halte das ehrlich gesagt auch für wichtig, dass es sie gibt und letztendlich wäre es wohl auch schöner wenn allgemein eine klare Preislinie herrschen würde, aber das ist wohl nicht machbar.
      Generell sehe ich in der Buchpreisbindung auch keine Nachteile, aber viele hoffen dann ja, dass Bücher ohne wieder billiger werden würden und ich glaube, dass gerade Amazon da auch ordentlich die Preise runter setzen würde, wenn es so käme. Von daher hoffe ich einfach, dass sie weiterhin bestehen bleiben wird.
      Ja als Blogger hat man natürlich auch den Vorteil, dass man durch die Verlage Bücher beziehen kann, etwas wo ich auch immer häufiger auf undankbarkeit stoße, aber das ist ein anderes Thema über das man vielleicht auch mal diskutieren könnte. :D

      Schöne Aufführung, generell sollte man diese jedem der jammert mal vor Augen führen. :)
      Aber das ist nämlich auch das was ich sage, man denkt nur bis zum Produkt. Ähnliches erlebe ich auch häufig wenn es um Essen im Restaurant geht. Natürlich gibt es da einige die auch ich als zu überteuert empfinde, aber in der Regel sollte auch da klar sein, man bezahlt nicht nur die Lebensmittel, sondern den Service, das kochen etc.
      Manchmal hat man das Gefühl einigen Leuten fehlt es an Weitsicht was Produkte und Dienstleistungen betrifft und dann mag sich eventuell das Bild festigen, Dinge seien zu teuer, aber letztendlich ist es schlicht und einfach falsch.
      Von daher danke ich für deinen Post, der mir wirklich aus dem Herzen schreibt und noch einmal das unterstreicht, was ich verdeutlichen wollte. :)

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    2. Danke, Svenja! Ich find's klasse von dir, dass du dir für jeden Kommentar die Zeit nimmst, um ordentlich zu antworten - das hat man ja auch nicht immer und überall so. ;)
      Mein (und auch dein) Herz schlägt eben für Bücher und für alles, was damit in Verbindung steht, und da gehört es meiner Meinung nach einfach dazu, dass ich mich auch gerne mit solchen Fragen beschäftige, sprich mir Gedanken über das Medium Buch zu machen. Und da ist es nur logisch, dass ich aufmerksam, achtsam und dankbar bin und mit Herz 'denke'. :)

      Ich weiß ja nicht, wie es dir da geht, aber meine Buchliebe geht wirklich so weit, dass ich (fast) alles dafür tun würde, um mein Hobby weiterhin ausleben zu können.^^ Wenn ich mir das heute nochmal alles so durchlese, dann kann ich, ehrlich gesagt, aus meiner Sicht gar nicht nachvollziehen, dass man, wenn man ein Büchernarr ist, sich Gedanken über das Geld macht. Mir würde das nie in den Sinn kommen, mich ernsthaft darüber zu beschweren, dass mein Hobby so 'teuer' ist ...

      Ich bin auch sehr froh über die Buchpreisbindung, so weiß man wenigstens immer, auf welchen Preis man sich einstellen kann. ;)

      Oje, ja, da sprichst du was Wahres an: Bezüglich (Un)Dankbarkeit für Rezensionsexemplare ... Da könnte man auch noch eine Weile extra drüber diskutieren, da habe ich nämlich auch schon einiges mitbekommen, was mich irritiert hat.

      Andererseits kann man den Leuten aber auch nicht wirklich einen Vorwurf machen, denn du hast recht: die Kunden sehen ja nur das Endprodukt, dass sie dann an der Kasse bezahlen und nicht all das, was zur Idee, Produktion und dazu beigetragen hat, was nötig war, dass es dann schlussendlich dort liegt, wo man es aus dem Regal genommen hat, um es zu bezahlen. Würde evtl. hinten am Produkt eine Liste aufgeführt werden, wo drauf steht, welchen Prozentanteil des Kaufbetrags an wen geht, der an der Herstellung des Produkts beteiligt war, dann wären höchstwahrscheinlich mehr Menschen auch dankbarer und toleranter, was den Preis angeht. ;) Fehlende Information ist ja meistens der Grund für Unzufriedenheit und Unverständnis.

      Sehr gerne, dein Beitrag ist einfach super, das muss ich nochmal sagen. Gerne in Zukunft mehr dieser Diskussionsbeiträge. Das würde mich persönlich sehr freuen. :-)

      Alles Liebe ♥,
      Janine


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    3. Ja, ich bemühe mich. Auch wenn es aus Zeitmangel, wie jetzt, mal länger dauern kann. Aber letztendlich wäre es natürlich merkwürdig etwas zur Diskussion zu stellen und dann nicht auf die Antworten drauf einzugehen.
      Mag es geben und hab ich auch schon erlebt, aber dann kann man es sich prinzipiell aber gleich sparen. Ich wollte ja einen Austausch und bin generell schon einmal froh, dass einer Zustande gekommen ist und du und die anderen dazu geäußert haben. Dafür bin ich auch wirklich dankbar. ☺

      Das schöne an Büchern ist ja, man ist ziemlich gut bedient, man ist also auch nicht gezwungen viel Geld auszugeben, es gibt genug Gebrauchsseiten oder Bibliotheken etc. das sind alles günstige Möglichkeiten Bücher lesen zu können.
      Aber dann gibt es halt genug Leute und zu denen zähle ich, die am liebsten alles neu haben wollen und die Bücher besitzen MÜSSEN! :D
      Und dann muss man halt dafür zahlen und das sollte auch nicht das Problem sein, für mich ist es kein. Freue mich immer mein Geld an den Büchern zu lassen, weil sie für mich eben wertvoll sind.

      Schade finde ich auch, dass immer häufiger Blogs nur wegen der REs entstehen und man schon vor dem Blog fragt wie man denn am besten an sie herankommt. Das ist halt so ein Punkt den ich ziemlich bescheiden finde und auch traurig. Aber muss jeder für sich wissen - glaube aber mein nächstes Diskussions-Thema gefunden zu haben. :D

      Ja, aber das ist halt dennoch ein Zeichen dafür, dass man nicht um die Ecke denkt und generell bin ich erst mal ein Mensch der diese Fähigkeit jedem zutraut, von daher mach ich ihnen keinen Vorwurf, aber ich glaube viele wollen auch nicht sehen, dass es nicht nur Druck- und Papierkosten sind. Da fehlt die Einsicht oder es ist einem egal, weil man sich selbst am wichtigsten ist - was auch irgendwo okay ist, denn irgendwie ist man sich selbst der Nächste, aber das zeigt sich halt generell überall im Verkauf wieder..

      Ja, ich bin schon lange am überlegen Diskussionen zum Bestandteil meines Blogs werden zu lassen, bin mir mit allem "neuen" auf meinem Blog immer so unsicher und so bleibt es meist bei den üblichen Dingen. :D

      Liebe Grüße
      Svenja

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    4. Jap, ich bin auch so eine, die ihre gelesenen Bücher am allerliebsten selbst besitzt, ins Regal stellen, sie jederzeit herausnehmen (und dran riechen, seufzend in Erinnerung an die wundervolle Geschichte darin über den Buchdeckel streichelt oder auch nur über den Buchrücken streicht, das, sie umarmt oder gar voller Liebe an die Wange drückt^^) und sie einfach nur voller Freude anschauen kann - jederzeit, wenn ich denn will. ;) Und deswegen leihe ich mir nur ganz selten ein Buch aus. Deswegen kommen für mich auch Bibliotheken, Bücherbusse und dergleichen eher nicht in Frage.
      Und ja, wenn ich nicht so viel Buchgewinnspielglück hätte, müsste ich auch mehr oder weniger viel Geld für meine Bücher bezahlen. - Ja, und? Mach ich ja gern! Sie sind es mir einfach und werden es mir immer wert sein! :D

      Bisher habe ich noch niemanden kennengelernt, der seinen Blog ausschließlich deswegen führt, um an REs heranzukommen. Ich glaube auch, dass solche Leute dann ja auch nur Rezensionen am Blog veröffentlichen, oder was meinst du? Weil mehr wird von einem ja nicht 'gefordert' wenn man REs haben möchte: eine am Blog veröffentlichte Rezension. Falls es solche Menschen gibt, bin ich mir aber auch sehr sicher, dass diese sehr schnell ihre Lust verlieren würden, weil sie nicht zu jedem Buch, das sie lesen eine Rezension schreiben wollen. Für die ist die Aussicht, gratis Bücher zu erhalten, erst vielleicht so toll, dass sie einen Blog erstellen und anfangs noch motiviert sind, aber ich finde, dass ein Blog ja auch ganz viel von seinen Lesern und von Feedback und Kommunikation 'lebt' und erblüht. Und jemand, der nur Rezensionen schreibt ... Naja. Ich glaube, du weißt, was ich meine und ich will jetzt auch gar nicht mehr dazu sagen, wenn du eh vorhast, dazu einen eigenen Post zu machen. ;-) Sehr gute Idee übrigens!

      Glaube ich dir! Aber: nur Mut mit den neuen Dingen! Einen Versuch ist es ja immer wert. Und sieh's mal so: du hast gar nichts zu verlieren. Bei Lesern, die deswegen abspringen würden, müsste man sich sowieso fragen, ob man die überhaupt haben will.^^
      Ich selbst denke auch schon länger darüber nach, ein paar neue Themen/Aktionen/Posts auf meinem Blog zu bringen, aber bisher bin ich noch recht ahnungslos. Aber da mir derartige Diskussionen immer viel Spaß machen und ich gerne in Kontakt mit meinen Lesern bin, werde ich mich auch mal an einer Frage versuchen, über die man sich lange und breit unterhalten kann. In letzter Zeit habe ich eh schon ein paar Notizen gesammelt, immer wenn mir spontan was in den Sinn gekommen ist, was es wert wäre zu bereden, da ich es noch nie oder erst ganz selten wo gesehen habe. Aber erst möchte ich mich noch um meinen Blog im Allgemeinen ein bisschen kümmern, 'aufräumen', umbauen, Layout verändern, Rezensionen anpassen und so weiter. Und dann, wenn Zeit und Ruhe eingekehrt ist, alles, was Vorrang hatte, erledigt ist, werde ich mich auch mal hinsetzen und einen Diskussionsbeitrag starten. Bis dahin bleibe ich noch bei meinen altgewohnten Posts - klar, von Zeit zu Zeit gibt es eh immer ein wenig was anderes, aber etwas 'Größeres' habe ich auch irgendwie noch nie gewagt.^^

      Alles Liebe ♥

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  6. Ich bin gerne bereit, für ein gut gemachtes Buch einen ordentlichen Preis zu zahlen. Denn das ist genau der Knackpunkt bei den allermeisten SP-Ebooks: sie sind vielleicht gut geschrieben, aber in der Gesamtansicht eben nur selten mehr als 3-4 Euro wert, weil sie qualitativ einfach nicht mit Verlags-Ebooks mithalten können. Ich lege grossen Wert auf eine schöne korrekte Sprache, was ohne Lektorat kaum zu haben ist, aber das kostet halt. Ein Buch zu setzen ist immer noch ein Handwerk, das man beherrschen muss, auch da fehlt mir bei den meisten SP-Büchern der letzte Schliff.

    Allerdings finde ich es schon störend, wenn ein Ebook nur unwesentlich weniger als ein HC kostet. Denn Lektorat, Satz, Covergestaltung ect. haben zwar ihren Preis, aber dasselbe wird für Taschenbücher ja auch geleistet, insofern finde ich, dass die Preise das widerspiegeln sollten. Und wenn das identische Ebook nur noch die Hälfte kostet, sobald das Taschenbuch dazu auf dem Markt ist, dann fühle ich mich schon etwas abgezockt. Übrigens verdienen Autor, Lektor etc. bei den allermeisten Verlagen gleich viel, egal ob das Buch nachher als HC, TB oder Ebook verkauft wird.

    Fazit: ja, Qualität hat ihren Preis, da darf ein gut gemachtes Buch, auch ein gut gemachtes Ebook, durchaus etwas kosten. Aber ein Ebook sollte sich preislich im Rahmen eines TB bewegen, denn der Aufwand ist etwa identisch. Ich bin allerdings zuversichtlich, dass sich das etwa dort einpendeln wird, da die Ebook-Verkaufszahlen immer noch steigen und der Preis letztlich ein entscheidendes Kriterium beim Konkurrenzkampf ist...

    LG, Julia

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  7. Huhu!
    Vielen Dank für diesen interessanten Post und für deine Gedanken, die du mit uns geteilt hast! Ich habe mal meine Gedanken auf meinem Blog niedergeschrieben, weil ich auch einen Diskussionsdrang zu diesem Thema habe.
    http://blaetterwind.blogspot.de/2015/07/wie-viel-ist-ein-buch-wert-meine.html
    Dabei habe ich mehrmals auf deinen Post verwiesen, ich hoffe, dass das ok für dich ist :)

    Tendenziell würde ich sagen:
    E-Books lese ich eigentlich nur, wenn es (noch) keine Printversion des Buchs gibt, weil ich sie vom Preis-Leistungs-Verhältnis nicht sonderlich rentabel finde. Ich denke mir immer, lieber investiere ich die paar Euro mehr und habe dafür ein richtiges Buch, das ich mir ins Regal stellen kann. Das hat aber nichts damit zu tun, dass sie mir zu teuer wären, sondern einfach, weil ich Print vieeel lieber mag.
    Ich gebe sogar gerne Geld für ein gutes Buch aus und ich gehöre zu jenen Freaks, die sogar antiquarische Bücher für enorme Summen kaufen würde, wenn ich das Geld hätte!
    Allerdings bin ich wie jeder andere an das Budget gebunden und da mache ich einfach Kompromisse mit mir selbst: Ich kaufe mir zum Beispiel lieber ein Buch als mit Freunden ins Kino zu gehen oder ein neues Kleidungsstück zu kaufen, das ich sowieso nie wieder anziehen werde.
    Ich merke auch immer wieder, dass ich ein Buch ganz anders wertschätze, wenn es eine gewisse Preisklasse erreicht. Bei Mängelexemplaren greife ich meistens viel zu voreilig zu, weil sie so günstig sind und ich nicht darüber nachdenke, ob ich das Buch wirklich will. Folgerung: Das steht nur dumm herum und ich lese es doch nicht! Wenn ein Buch aber 15 oder 20 Euro kostet, dann muss ich mir Gedanken machen: Welches Buch ist denn soo interessant, dass es das Geld wert ist?
    Ich habe lieber weniger Bücher, aber dafür bei jedem einzelnen das Gefühl, dass ich es mag ^^. (Fehlkäufe kann man nicht verhindern, aber das ist ja noch einmal ein anderes Thema)

    Liebe Grüße
    Emilie :)

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  8. Ich finde die Preise für Printbücher okay. Ich kaufe oft Taschenbücher und da kann ich auch guten Gewissens mal 10-15€ für ausgeben. Bei E-Books ist das anders. Die bekomme ich meist als RE. Ansonsten kaufe ich mir aber nur welche von Selfpublishern oder bei Aktionen. Der Unterschied zu den Printbüchern ist halt wirklich nicht groß und wenn ich das Buch schon haben will und es ist so "teuer", dann kann ich es mir auch in den Schrank stellen.

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