Montag, 12. Oktober 2015

[Kurzrezensionen] Selection | Layers | Soul Colours | Schwarz und Silber

Hallo meine Lieben,

ich habe derzeit fürchterlichen Rezi-Stau und weil ich derzeit kaum weiß wie ich den bewältigen soll, hab ich mich dazu entschlossen mal wieder zu den Kurzrezensionen zu greifen. In der Hinsicht muss ich mich endlich mal wieder ein bisschen entlasten. :D


von Kiera Cass
"Die Liebesgeschichte um America, Maxon und Aspen hat ihr Ende gefunden – aber die Geschichte der ›Selection‹ ist noch lange nicht vorbei! Nun ist es an Maxons Tochter Eadlyn, der Kronprinzessin, sich ihren Prinzen aus 35 jungen Männern zu erwählen. Alles könnte perfekt sein, wäre da nicht ein Problem: Eadlyn hat dem Casting nur zugestimmt, um das aufgebrachte Volk mit einer glamourösen Show zu besänftigen. Und an die große Liebe glaubt sie sowieso nicht. Aber vielleicht glaubt die Liebe ja an Eadlyn!”

  • Preis: 16,99€
  • Einband: Gebunden
  • Seitenanzahl: 400
  • Verlag: Fischer FJB
  • Übersetzer/in: Lisa-Marie Rust
  • ISBN: 978-3-7373-5224-6


Auch wenn ich die Selection - Reihe nicht ganz so doll mag wie viele andere, war für mich trotzallem sofort klar, dass der vierte Teil gelesen wird, auch wenn es ein ganz neuen Abschnitt darstellt. In der Hinsicht mag ich auch das Cover sehr gerne, es fügt sich vom Motiv wirklich gut in die Reihe ein, sticht mit seiner Farbe aber eher hervor. Weil sie kräftiger und dunkler ist, während die Teile zuvor in Pastell gehalten waren.
Ich weiß, dass viele unheimliche Probleme mit Eadlyn hatten, ich persönlich mochte sie sehr gerne. Sie ist stark und klug und weiß wer sie ist, natürlich spiegelt sich das in ihrem Handeln wieder, sie ist selbstbewusst ohne Ende und ich weiß viele empfinden sie als zickig und eingebildet, aber ich persönlich finde damit tut man ihr viel Unrecht. Ja auch ich fand es vielleicht an manchen Stellen ein bisschen too much, aber einfach nur weil ich mir denke, dass man durchaus mehr als nur eine Linie fährt als Mensch und ich mir in der Hinsicht auch mal eine weichere Seite gewünscht hätte. Glücklicherweise sind deutliche Tendenzen in diese Richtung vorhanden.
Ich weiß nur, dass es zig männliche Charkatere gibt die über die gleichen Eigenschaften wie Eadlyn verfügen und diese werden dann regelrecht angeschmachtet und ich finde es schade, dass es bei einem Jungen als anziehend gilt bei einem Mädchen aber negativ besetzt ist, von daher empfinde ich das Bild von Eadlyn als sehr mutig und ich freue mich darüber, dass die Autorin zu dieser Persönlichkeit gegriffen hat.
Das Thema ist natürlich das gleiche wie in den beiden Teilen zuvor, nur das diesmal die Rollen vertauscht sind, auch dass man nun die Perspektive der Wählerin begleitet macht das ganze noch ma anders. Nun ist man in der Position sich aus zig Jungs seinen Favoriten aussuchen zu können und das ist wirklich nicht einfach. Ich kann mich bisher gar nicht entscheiden wen ich am liebsten mag, weil sich bei mir gleich mehrere als Favoriten entpupt haben und umso gespannter bin ich, mehr über sie alle zu erfahren und zu sehen wie sich die Beziehungen untereinander entwickeln werden.
Was ich persönlich gar nicht mochte war, dass es zur sexuellen Belästigung kam. Ich finds schade, dass es als Material genutzt wurde, nur weil jetzt eine weibliche Person ist, ich weiß Frauen sind davon häufig betroffen, aber ich mag es einfach nicht lesen und ich fand das hat für mich ein bisschen was von der Atmosphäre zerstört, zumindest für mich.
America und Max sind in diesem Teil natürlich erwachsen, ich persönlich konnte die beiden gar nicht wiedererkennen und finde auch ihr Handeln nicht wirklich passend zu dem Bild was ich von ihr hatte und das fand ich sehr schade, ich hatte das Gefühl ihre Charaktere wurden vollkommen verbogen um diese Geschichte möglich zu machen.



von Ursula Poznanski
"Seit Dorian von zu Hause abgehauen ist, schlägt er sich auf der Straße durch. Als er jedoch eines Morgens neben einem toten Obdachlosen aufwacht, der offensichtlich ermordet wurde, gerät Dorian in Panik, weil er sich an nichts erinnert: Hat er selbst etwas mit der Tat zu tun?
In dieser Situation bietet ihm ein Fremder unverhofft Hilfe an und Dorian ergreift die Gelegenheit beim Schopf.  Der Unbekannte engagiert sich für Jugendliche in Not und bringt Dorian in eine Villa. Doch umsonst ist nichts im Leben, das erfährt Dorian recht schnell. ”


  • Preis:  14,95€
  • Einband: Broschiert
  • Seitenanzahl: 448
  • Verlag: Loewe Verlag
  • ISBN: 978-3-7855-8230-5


Auf Layers war ich persönlich sehr gespannt, es gibt bisher viele verschiedene Meinungen zu dem Buch und ich hab persönlich ganz unterschieldiche Erfahrungen mit Ursula Poznanski gemacht.
Den Start des Buches fand ich wirklich sehr gut, es war alles sehr undurchsichtig und man wurde neugierig und ich persönlich hatte keinerlei Ahnung in welche Richtungen dieses Buch gehen will.
Es geht Anfangs sehr rasant zu und das hat mir persönlich sehr viel Spaß gemacht und ich dachte wirklich ich würde zu den Lesern gehören, die das Buch in den Himmel loben, denn es gab für mich nichts auszusetzen.
Doch dann kam der Mittelteil und so langsam wurde die Handlung eintönig, denn sie besteht nur noch daraus wie Dorian durch die Straßen zieht, auf der Flucht, mit dem Inhalt der Box rumspielt - ein sehr nützliches Gadget, aber ich will nicht mehr dazu verraten - und versucht einen Weg zu finden die Machenschaften zu beenden.
Das ist natürlich kein einfaches unterfangen und während man in dieser Zeit zwar mit vielen nützlichen Infos gefüttert wird, die alles erklären, bleibt Dorian auf der Stelle stehen. Es kommt zu einem kleinen Ereignis aber dann ist da wieder nur die Flucht. Und ja es ist ziemlich rasant, aber es sind dennoch viele Seiten wo nur das geschieht, hier hätte ich mir einfach mehr Abweschlung gewünscht, denn mir persönlich hat genau das schon den Lesespaß enorm geraubt.
Natürlich ist die Geschichte gut durchdacht und die Idee ziemlich stark, ich fand all das wahnsinnig gut konstruiert und auch was da alles abgeht macht Spaß herauszufinden, aber es hätte alles irgendwie kürzer sein sollen.
Das Ende schafft es dann durchaus zu überraschen, ich hatte zwar eine leise Vermutung, aber wirklich klar wurde dann alles erst bei der großen Offenbarung, aber auch das hat mich dann nicht wirklich versöhnlich gestimmt. Der Weg dahin hat mir persönlich einiges kaputt gemacht.
Die Charaktere bleiben sehr flach, nur Dorian kommt zur Geltung, ist aber auch der einzige mit dem man wirklich bedeutene Zeit verbringt.
Was ich als völlig fehl am Platz empfand war die Liebesgeschichte die scheinbar unbedingt noch sein musste. Erst einmal entwickelt sie sich verdammt schnell ohne wirklich in die Tiefe zu gehen, auf Dorians Flucht könnte man aber meinen er wäre von der größten Liebe aller Zeiten getrennt wurden, für mich wirkte sie einfach nicht authentisch und ich hätte mir gewünscht, dass man auch mal ohne auskommen würde.


von Marion Hübinger
"Das Leben der siebzehnjährigen Sarina ist nahezu perfekt. Ihre Familie gehört zu den Wenigen, die es geschafft haben, sich vor der verheerenden Pandemie auf der Erde in Sicherheit zu bringen und auf dem Planeten Aeterna unterzukommen. Hier wird das Leben der Menschen von der Farbe ihrer Auren bestimmt und ist ein harmonisches Miteinander. Zumindest glaubt das Sarina. Bis ihr Bruder eingesperrt wird, weil das Blau seiner Aura in ein zorniges Rot übergeht, und sie erkennt, wie gefährlich diese Welt tatsächlich ist. Aber Sarina hat Glück. Sie ist die Einzige, deren immerzu hellgelbe Aura nichts über ihre Gefühle verraten kann. Sie und der fremde Junge, der plötzlich an ihrer Schule auftaucht ... ”

  • Preis: 3,99€
  • Einband: eBook (ePUB)
  • Seitenanzahl: 323
  • Verlag: Im.Press
  • ISBN: 9783646601572


Impress hat ja viele wunderbare Titel, die immerzu neugierig machen und so stieß ich auch auf Soul Colours und musste mein Glück bei der Leserunde auf LB sofort versuchen und es hat geklappt.
Die Idee klingt wirklich gut und vielversprechend, ich mag Dystopien die eine völlig neue Gesellschaft erschaffen, mit Mitteln die völlig neu für einen sind, und auch wenn das mittlerweile eher Schema F ist, finde ich kann man daraus sehr viel Vielseitigkeit hervorzaubern.
Bei diesem Buch muss ich aber sagen, dass es sich nicht unbedingt abhebt, es sticht nicht aus dieser Masse hervor. Auch wenn das mit den Auren sehr neu ist, wird das Buch dadurch nicht einzigartiger und ich hätte mir gewünscht, dass die Auren insgesamt einen größeren Schwerpunkt gehabt hätte.
Die Welt war in diesem Buch trotzallem ziemlich gut dargestellt, alle wichtigen Informationen sind erst einmal gegeben z.B. wie die Frage warum sie weg von der Erde sind etc..
Der Verlauf der Geschichte ist dann natürlich wieder ziemlich typisch für diese Form von Dystopie, man findet heraus, dass alles eine große Lüge ist und entscheidet sich dagegen vor zu gehen. Zwar wird versucht mit kleineren Wendungen und Überraschungen Spannung aufzubauen und manchmal klappt es auch, aber zünden konnte es bei mir nicht immer.
Die Handlung allerdings schreitet ziemlich schnell voran, gerade als der neue Schüler an Sarinas Schule kommt und sich natürlich eine Liebegeschichte anbandelt. Mir ging das ganze ein bisschen zu schnell auch wenn ich die beiden an und für sich ziemlich süß fand.
 Mit den Charakteren hatte ich im großen und granzen dann auch meine Probleme weil sie doch eher flach und unscheinbar blieben, für mich waren sie kaum markant, nur in wenigen Situationen war überhaupt Persönlichkeit in der Figur zu spüren, hier hätte ich mir einfach gewünscht, dass man sich ihnen mehr Zeit gewidmet hätte.
Also ja, es ist kein perfektes Buch - es hätte mehr machen können, weil es eher unscheinbar ist und nicht aus der Masse hervorsticht, aber dennoch hat es mich während des Lesens durchaus unterhalten können und hat Spaß gemacht, so dass ich auf jeden Fall auch weiterlesen werde. Ich hoffe nur es steigert sich alles ein bisschen, denn prinzipiell ist das Potenzial da!


von Paolo Giordano
"Nora und ihr Mann leben mit ihrem kleinen Sohn in Turin. Sie ist Architektin, er ist Physiker. Im Alltag werden sie unterstützt von der wunderbaren Babette – sie ist die Frau für alles, sie betreut das Kind, sie kocht, sie schmeißt den Haushalt. Und sie bildet den ruhenden Pol für das junge Paar. Eigentlich heißt sie Anna, aber sie wird Babette genannt, in Hommage an das Hausmädchen Babette in Tania Blixens berühmter Novelle «Babettes Fest».
Babette gehört zur Familie. Doch eines Tages kann sie nicht mehr kommen, sie ist an Krebs erkrankt. ”

  • Preis: 17,95€
  • Einband: Gebunden
  • Seitenanzahl: 176
  • Verlag: Rowohlt
  • Übersetzer/in: Barbara Kleiner
  • ISBN: 978-3-498-02531-1


Paolo Giordano hat mich einst mit "Die Einsamkeit der Primzahlen" vollkommen begeistern können und lustigerweise war es sogar meine erste Rezension hier auf dem Blog, ich war also sehr froh über dieses neue Buch in dem es um den Verlust eines geliebten Menschen geht und wie die Auswirkungen auf die hinterbliebenen sind.
Eine sehr spannende Thematik, mit der man meiner Meinung nach viel machen kann und eigentlich macht Paolo Giordano das auch, nur leider gab es für mich ein großes Manko.
Ich persönlich kam der Familie einfach nicht nahe, sie waren für mich nicht zu greifen, wirkten teilweise eher kalt als lebendig und irgendwie ging damit für mich ziemlich viel kaputt. Denn gerade bei so einem Buch möchte ich bei den Charakteren sein, sie spüren können um auch die ganzen Veränderungen wirklich aufnehmen zu können.
Natürlich habe ich gesehen, dass sich irgendwas tut, aber es hat mich nicht tangiert, dabei erschafft der Autor mit seiner Sprache und mit seinen klugen Bemerkungen wirklich ein einzigartiges Leserlebnis, das einen sowohl nachdenklich stimmt, als auch fasziniert und das macht das ganze dann für mich schon wieder sehr intensiv, aber trotzdem kam ich nicht an die Charaktere heran.
Was ich mochte war, dass es flüssige Übergänge in den Zeiten gab, sowhl die Zeit nach, vor und während des Krankheitsprozess von der Betroffenen wurde thematisier. Das fand ich als Stilmittel sehr gut, weil sich dadurch natürlich erst zeigt was in den Charakteren alles passiert. Es gab dann auch einzelne Momente da hatte ich das Gefühl, ihnen nahe zu sein, aber in großem und ganzen änderte sich an diesem Status nichts.
Ich hätte mir vielleicht mehr Leben gewünscht und das hätte man vielleicht geschafft in dem man das Buch ein bisschen mehr gefüllt hätte, aber eigentlich glaube ich, dass es vom Autor genauso gewollt war, zumindest wirkt es so als hätte der Autor ganz genau gewusst wie dieses Buch zu funktionieren hat und rein aus literischer Sicht kann ich da eigentlich auch nicht wirklich viel dran aussetzen, es hat vieles was ich zu schätzen wusste, aber rein subjektiv war es dann trotzallen nicht wirklich mein Buch. Mir sind die Charaktere halt immer sehr wichtig und in dies ist ein Buch was eigentlich von ihnen lebt, nur waren sie für mich leider nicht lebendig.
Das ganze macht es für mich ziemlich schwer, das Buch zu bewerten, weshalb ich hier ausdrücklich betonen möchte, dass es eine rein subjektive Bewertung ist. Objektiv und literarisch hätte das Buch wesentlich mehr verdient, denn ich hab es schon als sehr gekonnt empfunden.


Kommentare:

  1. Hey! :)

    Ich kenne das gut: ich hatte in letzter Zeit auch immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich ein neues Buch begonnen habe, wo doch so viele Rezensionen ausständig waren. ^.^

    Denkst du die Selection-Reihe wäre etwas für mich? Bisher habe ich eher einen Bogen darum gemacht, weil mich der Hype darum eher abgeschreckt als angezogen hat... :D Auf der anderen Seite wird sie mir von ganz vielen empfohlen... :/

    Tolle Kurzrezensionen! :)
    Schönen Abend und viele LG,
    Nana

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    1. Hey. :)

      Ja, genau das. Vor allem wenn man eine Phase hat wo man ziemlich viel liest und auch eher Lust darauf hat als aufs rezensieren, dann steht man ganz schön im Zwiespalt. :D

      Hm schwer zu sagen, ich muss persönlich sagen, dass es insgesamt doch einiges gibt was mich stört, vor allem wenn ich die ganze Reihe gesamt betrachte. Die dystopischen Begebenheiten sind sehr schwach und spielen kaum eine Rolle und auch die Charaktere haben immer wieder ihre Schwächen - für mich rettet das ganze diese Atmosphäre, dieses Prinzessinen dasein, das hat für mich persönlich einfach was traumhaftes und was schönes und deswegen mag ich die Reihe für mich dann doch.
      Also würde ich dir eigentlich eher davon abraten, es sei denn du meinst du kannst dich auch so in diesem Prinzessinnen-Dasein verlieren. :D

      Liebe Grüße
      Svenja

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