Montag, 19. Oktober 2015

[Rezension] Solitaire

von Alice Oseman
"Die sechzehnjährige Tori Spring hat das Gefühl, dass sie sich zwischen Weltschmerz, Erfolgsdruck, dem Zwang, ihre Zukunft planen, sich selbst finden und jetzt eigentlich die beste Zeit ihres Lebens haben zu MÜSSEN, verliert. Dass sie kurz davor ist, zu zerbrechen an der Gleichgültigkeit der Welt. Dass sich daran auch im neuen Jahr nichts ändern, dass wieder nichts passieren wird. Und dann passiert doch etwas: Tori trifft auf Michael Holden. Und es gibt Solitaire, eine anonyme Schülergruppe, die seit Kurzem Toris Schule in Atem hält. Anders als alle anderen fragt Tori sich, was und wer wirklich hinter Solitaire steckt.”

  • Preis: 16,95€
  • Einband: Gebunden
  • Seitenanzahl: 368
  • Verlag: DTV Verlag
  • Übersetzer/in: Anja Galic
  • ISBN: 978-3-423-76119-2


Tori Spring ist ein Teenager der unter den Druck der Gesellschaft leidet und alles als sinnlos und mühselig empfindet, sie isoliert sich und hat eine nahezu depressive Stimmung zu eigen gemacht.
Doch mit dem neuen Schuljahr kommen auch neue Schüler unter anderem Michael Holden, er scheint etwas in ihr zu sehen und auch wenn sie ihn immer wieder abweist bleibt er stur und sucht ihre Nähe, bis auch sie anfängt ihn zu mögen.
Aber auch Solitaire nutzt das neue Schuljahr für sich un will ordentlich aufräumen, die anonyme Schülergruppe geht gegen die Ungerchtigkeiten an der Schule vor und das ganze entwickelt sich zu einem gefährlichen Selbstläufer..


Ich muss hier wirklich mal in aller Deutlichkeit sagen, dass ich dieses Cover LIEBE ich weiß gar nicht warum, aber ich finde die Idee einfach toll und es sieht wunderschön dazu aus, mich spricht es tierisch an und machte sofort Lust auf das Buch. :)


Auf das Buch hab ich mich sehr gefreut, weil es sich rein vom Klappentext ein bisschen von anderen Jugendbüchern mit dieser Thematik abzuheben schien und mit der Gruppe Solitaire auch noch ein Aspekt hinzukommt, der zum Rätseln einlädt.

Die Idee des Buches mag ich sehr, gerade das was Tori beschäftigt finde ich sehr gut und auch ehrlich, ich kann mich gut zurück erinnern und konnte mich in der Hinsicht gut mir ihr identifizieren und auch heute kann ich gewisse Punkte von ihr in mir selbst wiederfinden. Ich mag es also, dass das Buch mal eine Sicht einschlägt indem es um all diese Ängste und Probleme geht, die man als Jugendlicher eigenltich nicht haben sollte.
Eigentlich hätte ich mich mit Tori also verbunden fühlen müssen, aber leider war das dann eher schwierig. Einfach weil ich ihren Charakter so gar nicht abkonnte und der für mich selbst vieles am Buch kaputt gemacht hat.
Ihre Gedanken gerade in Bezug auf Gesellschaft etc. mochte ich sehr und ich finde sie sagt viel Wahres und das hat mich auch nachdenklich stimmen können, aber ihre gesamte Grundeinstellung war mir dann doch zu Anti.
Egal was es ist, sie findet alles dämlich und Leute die das mögen was sie nicht mag, sind ja auch irgendwie bescheuert.
Es war für mich ziemlich paradox, dass sie sich selbst so verabscheut, sich dann aber permanent über alle anderen stellt, zumindest hab ich das so empfunden und das machte sie in meinen Augen auch sehr unsympathisch.
Zwar macht sie im Laufe der weiteren Handlung eine Entwicklung durch und sie wird in der Hinsicht auch sympathischer, aber ich für mich fand sie sehr schwierig und das Buch hätte mir wesenlich besser gefallen, wenn ihr Charakter anders gewesen wäre.

Michael Holden mochte ich im Gegensatz zu Tori dann sehr, er ist das genaue Gegenteil, man merkt aber auch bei ihm, dass mehr hinter der Fassade steckt und mir hat es gut gefallen wie er und Tori miteinander agieren, was sie durch den anderen aus sich herausholen und auch wie sie miteinander sind. Für die gesamte Geschichte ist er also ein wahrer Gewinn.

Was ich am Buch sehr gerne mochte war, dass alle möglichen Hypes der letzten Jahre bzw. allgemein aktuelle/populäre Medien mit in das Buch eingeflossen sind, ich mag das immer total. Auch wenn ich nicht immer mit Tori einer Meinung war, aber das ist okay.

Die Sache rund um Solitaire ist für die Story zwar nicht unbedingt essenziell, trotzdem mochte ich es und es bringt gerade Tori noch mal einen Schubs in die andere Richtung und es sorgt noch mal für nachdenkliche Momente. Ich persönlich hatte zwar ziemlich früh einen Verdacht wer das Gesicht hinter Solitaire ist, es hat sich auch bewahrheitet, aber das fand ich nicht weiter schlimm. Außerdem fand ich es ganz interessant zu sehen wie sich Solitaire entwickelt hat und wie es andere Schüler mitgerissen hat und wirklich zum Selbstläufer wurde..


Ein Buch das viel kann und auch wirklich gute Anhaltspunkte hat, alles im allem finde ich es gelungen nur dass Tori für mich wahnsinnig unsympathisch war, hat das Lesen für mich erschwärt, dennoch spricht das Buch wichtige Punkte an und ich glaube viele Jugendliche können sich hier gut verstanden fühlen.

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