Montag, 22. Februar 2016

[Rezension] Hinten sind Rezepte drin







  • Preis: 14,99€
  • Einband: Broschiert
  • Seitenanzahl: 224
  • Verlag: Fischer Verlag
  • Autor/in: Katrin Bauerfeind
  • ISBN: 978-3-596-03396-6






Katrin Bauerfeind hat ein Buch über Geschichten geschrieben die ihrer Meinung nach keinem Mann passieren würden.
Geprägt von eigenen Erkebnissen und Beobachtungen aus ihrem Leben hat sie ein Buch über das Frau sein geschrieben, mit all seinen schönsen Seiten aber auch mit den Nachteilen die es eventuell mit sich bringen kann, dabei verliert Ktrin Bauerfeind nie ihren Sinn für Humor...


Das Cover gefällt mir an sich nicht allzu gutm ich finde die Autorin wikrt auf dm Cover etwas gestellt und auch der Kaktus zwischen ihren Beinen führt bei mir zu Interpretationen die mir alle nicht so recht gefallen wollen.


Meine Intention dieses Buch zu lesen war, dass ich unbedingt bei der Fischer Challenge auf Lovelybooks teilnehmen wollte, denn ganz allgemein greife ich prinzipiell weniger zu Büchern die in den humoristischen Sachbuch Bereich fallen. Trotzdessen fand ich auch die Thematik sehr interessant, auch wenn sie bei mir einige Befürchtungen verursacht hat.
Denn auf der einen Seite klingt der Klappentext nämlich ziemlich gesellschaftskritisch, aber der Untertitel lässt auch einen Hang zum Sexismus offen und das kann ich persönlich nicht mal in einem humorvollen Ton leiden.

Gleich zu Anfang des Buches konnte ich dann auch feststellen, dass meine Befürchtungen ziemlich zutrefend waren, die Autorin präsentiert hier ein festes Bild von Männern und Frauen, Individualität hab ich hier nicht vorfinden können es sei denn sie spricht von sich selbst, nicht in jeder Situation aber manchmal scheint sie die einzige Ausnahme von allem zu sein.
Ihre Thesen werden nämlich auf das gesamte Geschlecht bezogen weil eine Frau natürlich der anderen gleich und eine Persönlichkeit ja vor allem Aufgrund des Geschlechts definiert wird.
Okay, meine Darstellung ist grad etwas überspitzt aber genau dieses Gefühl hat mir die Autorin manches mal übermittelt.

Nun kann man natürlich sagen, dass es ein humorvolles Buch ist und man natürlich nicht alles so ernst nehmen muss, aber ich persönlich kann mit dieser Art von Humor nichts anfangen, vor allem weil man es sich auch viel zu leicht darin macht, sich an der verstaubten Klischeekiste zu bedienen.
Auf der anderen Seite mag ich aber die kritische Art mit der sie vieles betrachtet, darunter sind durchaus feministische Ansichten zu denen sie Position bezieht, aber gerade deswegen war ich auch ehrlich verwirrt.
Zu einem spricht sie sich also ganz klar gegen den Sexismus aus und kritisiert viele der Schwierigkeiten denen Frauen durch Sexismus begegnen können - was ich sehr löblich finde - auf der anderen Seite praktiziert sie ihn selbst am laufenden Band und das ist dann auch der Punkt wo ich persönlich nicht wusste ob diese Kritik von ihr nun ernst zu nehmen ist oder nicht? Und was es nun war was sie mir vermitteln wollte, konnte ich auch nicht wirklich sagen.

Schade fand ich persönlich auch, dass sie all ihre Meinungen anscheinend aus ihren persönlichen Erfahrungen gebildet hat, es geht viel um ihre Erfahrungen um ihre Beobachtungen, eventuell ist das für manch einen sehr schön weil es so zu vielen (angeblich) persönlichen Erlebnissen kommt, aber ich mag es doch lieber wenn man über seinen eigenen Horizont hinaus blickt und schaut was sich da so verbergen mag. ;)

Was ich sagen kann ist, dass Katrin Bauerfeind insgesamt einen wirklich tollen Humor hat, nicht alles worüber sie sich lustig macht fand ich unbedingt gut, aber es gab genug Thematiken, die dann auch eher Unisex waren, wo ich ehrlich schmunzeln und lachen musste, weil sie einen sehr cleveren Humor hat, der wirklich weiß wo er zu treffen hat.
Und für jemanden der beim Thema Sexismus vielleicht ein bisschen unsnesibler ist als ich, sehe ich also, dass das Buch durchaus Potenzial hat einen hohen Unterhaltungswert zu bieten, aber dafür nehme ich persönlich vieles von dem was behandelt wird zu ernst, von daher mag es also an mir liegen.


Insgesamt ist dieses Buch für mich schwer zu bewerten, für mich hat es prinzipiell gute Ansätze, aber dadurch, dass ich die Autorin einfach als widersprüchlich empfunden habe, konnte ich es insgesamt nicht wirklich einschätzen weshalb bei mir ein etwas negatives Gefühl zurückbleibt.


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