Dienstag, 23. Februar 2016

[Rezension] Witch Hunter





  • Preis: 17,95€
  • Einband: Gebunden
  • Seitenanzahl: 400
  • Verlag: DTV
  • Autor/in: Virginia Boecker
  • Übersetzer/in: Alexandra Ernst
  • ISBN: 978-3-423-76135-2






Elizabeth ist eine Hexenjägerin und zählt zusammen mit ihrem besten Freund Caleb zu den besten im Land, doch als ausgerechnet sie mit Hexenkräutern erwischt wird droht ihr der Scheiterhaufen.
Elizabeth kommt ins Gefängnis, ihre ganze Hoffnung setzt sie in Caleb, denn er hat versprochen sie zu retten und er würde sie wohl kaum im Stich lassen.
Doch auch nach Tagen kreuzt er nicht auf, mittlerweile ist Elizabeth erkrankt und ist sich ihres Todes sicher, doch dann taucht Nicholas Perevil bei ihr auf, ein Hexenmeister und der größte Feind aller Hexenjäger, um ihr Leben zu retten begibt sie sich in ihre Hände ohne zu wissen, dass Nicholas selbst das seine in ihre Hände gelegt hat...


Ich mag das Cover, ich mag die dezenten Farben und das helle Mädchen das darin zu verschwinden scheint, ich mag die Details darauf, die Vögel und der Schlüssel der nach dem Lesen durchaus Sinn macht. Mich hat es auf Anhieb angesprochen und neugierig gemacht, finde es wunderschön. :)


Auf Witch Hunter hab ich mich schon seit den letzten Vorschauen des Verlags gefreut, umso mehr hab ich mich natürlich gefreut, dass ich bei der Aktion gewonnen habe und das Buch vorablesen konnte.

Der Anfang beginnt schon sehr Actionreich, wir erleben Elizabeth direkt bei ihrer Tätigkeit als Hexenjägerin, hier ist mir dann aufgefallen, dass sie zwar so und so beschrieben wird, nämlich als eine sehr erfahrene Hexenjägerin mit viel Talent, aber vollkommen anders handelt, das hab ich Anfangs schon mal als schlechtes Omen gesehen, denn das mag ich allgemein gar nicht. Und auch wenn mich die Handlung gleich von Beginn an packen konnte, so hatte ich auch wirklich meine Schwierigkeiten mit Elizabeth.
Nicht nur, dass sie anders rüberkommt als beschrieben, sie ist auch ziemlich naiv, es fiel mir schon sehr schwer wirklich mit ihr warm zu werden, glücklicherweise durchlebt sie eine ziemlich starke Veränderung, es werden für sie viele Dinge auf einmal klar und es scheint als würde sie dadurch endlich an Weitsicht gewinnen, was mir gut gefallen hat. Denn so konnte ich mich endlich auch richtig auf das Buch einlassen ohne mich ständig über sie zu ärgern.

Die anderen Charaktere mochte ich hingegen fast alle auf Anhieb, leider bleiben sie in der Regel etwas zu eindimensional und ich hoffe, dass sich das noch ändern wird im Laufe der gesamten Reihe, denn ich sehe bei ihnen durchaus Potenzial, fand es hier aber zumischest schon mal ganz schön dass einige von ihnen gar nicht so stereotypisch sind wie gedacht, sondern mich auch überraschen konnten.
Das gleiche gilt leider auch für die gesamte Welt, für mich war auch sie ziemlich blass und gerade über gewisse Hintergründe hätte ich mir doch ein paar Informationen gewünscht. Einfach um die Situation besser nachvollziehen zu können.
Aber das war auch eigentlich das einzige was mir an Kritik herumschwebt und während des Lesen war auch nur die Darstellung von Elizabeth wirklich permanent aufgefallen. Der Rest ist eher das was mir im Nachhinein bewusst wird.

Insgesamt hatte ich nämlich viel Spaß beim Lesen des Buches, ich mochte die Ideen in diesem Buch und auch wenn der gesamte handlungsverlauf eher ruhig und gemächlich daherkommt und sich die Zeit nimmt sich aufzubauen, so hab ich das Buch an keiner Stelle als langwierig empfunden. Ganz im Gegenteil, bei mir hat sich ein sehr angenehmer Lesesog entwickelt und ich fand es schön, dass es im Handlungsverlauf mehrere kleine Etappen zu bewältigen gab und das man auf diesen Etappen die verschiedensten Menschen und Fähigkeiten kennenlernt, die alle ihren Platz in dieser Welt haben, aber gejagte sind..
Das hat mit zumindest in der Hinsicht einen tollen Überblick über die Welt verschafft.

Angenehm fand ich auch, dass dieses Buch zwar weitere Abenteuer eröffnet, es aber mit keinem miesen Cliffhanger endet, sondern die ersten Abenteuer für Elizabeth und ihre neuen Freunde abgeschlossen wurde, das so zu lesen fand ich mal wieder sehr erfrischend.


Das Buch hat zwar seine Knackpunkte die für mich nicht ganz durchdacht waren bzw. wo ich mir einfach mehr gewünscht hätte, aber beim Lesen selbst ist mir das meiste davon nicht so bewusst gewesen. Viel mehr hab ich das Abenteuer gelebt, das nicht nur unterhaltend sondern auch spannend war. Auch den Aufbau von neuen Freundschaften fand ich in diesem Buch wirklich schön mitzuerleben, so dass ich die zwischenmenschlichen Beziehungen sehr genießen konnte.

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