Samstag, 19. März 2016

[Rezension] Mein bester letzter Sommer






  • Preis: 14,99€
  • Einband: Gebunden
  • Seitenanzahl: 368
  • Verlag: Heyne fliegt
  • Autor/in: Anne Freytag
  • ISBN: 978-3-453-27012-1






Tessa wird sterben, seit dem sie das weiß bereut sie so manch eine Entscheidung die sie für ihr Leben getroffen hat, denn prinzipiell hat sie mit allem gewartet. Sie war nur darauf fokussiert in der Schule die beste zu sein um ihren Traum wahr werden zu lassen, in England studieren.
Nun ist dieser Traum aus und Tessa trauert um das was sie dadurch verpasst. Doch dann trifft sie Oskar und ist sofort hin und weg und wie es scheint bleibt ihr zumindest noch Zeit für die erste große Liebe. Als Oskar von Tessas Krankheit erfährt zieht er sich nämlich nicht mehr zurück, stattdessen möchte er ihr den besten letzten Sommer schenken...


Ich mag das Cover unheimlich gerne, auf der einen Seite ist es sehr schlicht aber eigentlich fängt er das wesentliche vom Buch genau ein, zusammen mit dem Titel bin ich sofort neugierig geworden. :)


Das Buch hatte ich ganz überraschend vom Verlag bekommen, es hat mich auf Anhieb angesprochen und ich konnte es kaum abwarten anzufangen.
Direkt am Anfang war ich schon ziemlich begeistert, ich hab bisher schon ein paar Bücher mit ähnlicher Thematik gelesen und in allen waren die Protagonisten mehr oder weniger über den Punkt hinweg wo sie wütend darüber waren, dass es sie trifft. Bei ihnen war die Akzeptanz eingetreten, in diesem Buch durfte ich Tessa kennenlernen und bei ihr ist es anders.
Sehr schonungslos und offen teilte sie ihre Gedanken über den Tod und ihr Leben mit mir und dieses Mädchen ist dabei voll von Wut und Traurigkeit und ich muss sagen, dass es mich durchaus beeindruckt hat wie Anne Freytag Tessa auftreten lässt, denn es wirkte sehr authentisch.

Trotzallem war das bei mir eher die anfängliche Begeisterung, denn irgendwann kam für mich der Punkt, da hab ich sie als zu egoistisch und trotzig erlebt, alles war ihr egal, die Menschen um sie herum hat sie bestraft.. Ich muss sagen, dass mir das ziemlich Leid tat für ihre Familie und das war dann auch so ein bisschen der Punkt wo mir dann irgendwann das Verständnis für Tessa ausgegangen ist und ich wütend auf sie wurde. Vor allem weil dann Oskar kam und sie einen Menschen gefunden hat, bei dem sie dann ganz anders war und für den sie auch alles stehen und liegen gelassen hat.

Prinzipiell hat es mich auch gestört, wie schnell Tessa auf einmal verliebt war und vor allem er auch in sie, es reichte ein Blick und es war Liebe, das wirkte unrealistisch und hat Tessa für mich nur noch unsympathischer werden lassen, weil sie ihre Familie für einen Jungen den sie seit 4 Tagen kennt, in stich lässt. So hab ich es empfunden und ich muss sagen, dass ich mir an dieser Stelle gewünscht hätte, dass die Autorin ein Buch nur über das Familienleben geschrieben hätte, ohne die viel zu übertriebene Liebesgeschichte. Es gab da also dieser Punkt in dem meine Begeisterung in Enttäuschung abgedriftet ist.

Dennoch muss ich sagen, dass mich das Buch wieder gepackt hat, nachdem ich erst einmal drüber hinweg sehen konnte wie schnell die Beziehung zu Stande kam und Tessa durch ihr letztes Abenteuer anfängt zu wachsen, war ich wieder voll drinnen im Geschehen und das Buch hat mich mitgenommen auf eine sehr emotionale Reise.
Es gab wirklich mehrere Momente in denen mich Anne Freytag emotional zerstört hat und mein Herz zerbrach, ich gestehe nur allzu gern, dass dieses Buch Tränen hervorgerufen hat.
Emotional war dieses Buch für mich also wirklich sehr hervorstechend und ich fands schön, dass ich diese emotionalen Momente letztendlich doch nicht nur mit Tessa und Oskar verbringen konnte, sondern auch eine Annäherung mit ihrer Familie wieder zu Stande gekommt.
Von daher gab es für mich definitiv den Punkt wo die Enttäuschung für mich vergessen und verziehen war, denn ich wollte dieses Buch einfach nur noch lieben und genießen und das hab ich getan. :)

Und auch wenn mir die Beziehung zu schnell von statten gegangen ist, so hab ich es irgendwann geliebt Tessa und Oskar zusammen zu erleben, ich mchte Tessas Entwicklung unheimlich gerne und fands schön zu sehen wie nicht nur sie reifte, sondern auch Oskar über sich hinaus wachsen konnte.
Oskar ist sowieso ein unheimlich toller Junge, den ich auf Anhieb liebgewonnen habe. Er ist liebevoll, fürsorglich und unglaublich stark. :)
Vor allem mochte ich es, dass das Buch im letzten Teil auch noch seine Perspektive miteinbringt, es war für mich schön Oskar vor allem aus Tessas Sicht kennenlernen zu können, aber tief in seine Gedankenwelt eintauchen zu können hat dem Buch dann den letzten Feinschliff verpasst, finde ich.


Auch wenn meine Begeisterung zwischendurch abgeflacht ist, so war ich am Ende viel zu eingenommen von dem Buch um das als wirklich Kritikpunkt zu werten, denn das Buch hat mich zerrissen und emotional wirklich tief berührt und genau das ist das was ich mir von einem solchen Buch verspreche, so dass ich das Buch tieftraurig beendet habe, aber glücklich darauf zurückblicke. ☺


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