Montag, 18. April 2016

[Rezension] Der Sommer in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte






  • Preis: 19,90
  • Einband: Gebunden
  • Seitenanzahl: 168
  • Verlag: Braumüller
  • Autor/in: Emily Walton
  • ISBN: 978-3-99200-152-1







1926: Fitzgerald erlebt den Höhepunkt seiner Karriere "Der große Gatsby" ist im letzten Jahr erschienen und findet seinen Weg zum Film und Broadway, doch der Druck ist groß, eines neues, besseres Buch muss her, auch um sich endgültig zu etablieren. Er verbringt einen Sommer zusammen mit Freunden, darunter auch Ernest Hemingway ein neuer goldener Stern am Literatur-Himmel und er zieht die Aufmerksamkeit seiner engsten Freunde auf sich. Neid zerfrisst Fitzgerald, Alkohol wird zu seinem besten Freund, ein Sommer der glorreich werden sollte, endet für Fitzgerald in einem Desaster...


Ich mag den Schriftzug sehr, da fällt einem ja gleich "Der große Gatsby" bei ein, von der finde ich es irgendwie toll, dass man vorneherein ein Gefühl dafür bekommt um wen es geht. Den Rest vom Cover finde ich aber ehrlich gesagt ziemlich langweilig, auch wenn es zum Buch passen mag. ;)


Im Februar war ich auf vorablesen zur Bloggerin des Monats gekürt wurden und ich muss sagen, dass mich das nicht nur gefreut sondern auch geehrt hat, im Rahmen dieses Titels bekommt man nicht nur ein kleines Buchpaket sondern sie wählen auch ein Buch aus deren aktuellen Monatsprogramm aus und bei mir wurde es dieses Buch.
Ich muss gestehen, dass ich Biografien nicht wirklich mag, wenn ich mich für eine Person interessiere, dann nehme ich gerne Wikipedia zu rate und bekomme dort generell die wichtigsten Fakten, wenn ich besonders interessiert an eine Person bin, dann grabe ich vielleicht auch noch ein bisschen tiefer, aber ein Buch muss ich mir dafür nicht extra zulegen.

Mein Interesse war also schon von Beginn an leider ziemlich gering, dennoch wollte ich dem ganzen natürlich seine Chance geben, förderlich war natürlich, dass ich Fitzgerald als Autor schon interessant finde, ich "Der große Gatsby" z.B. auch schon gelesen habe, so dass ich dadurch Hoffnung hatte, dass es vielleicht doch noch interessant für mich werden würde.

Zum Buch habe ich von vorablesen ein paar Fragen bekommen, die sie von mir beantwortet haben wollten,ich persönlich hab mich dazu entschlossen sie einzeln für sich zu beantworten und nicht unterschwellig mit in die Rezension miteinfließen zu lassen, weshalb es heute mal eine etwas andere Rezension sein wird:

1. Konnte man sich in die Charaktere hineinversetzen?
- Ich muss ehrlich sagen, dass es mir schwer fiel, es ist nur ein Ausschnitt aus dem Leben von Fitzgerald und Co. und sie leben in einer Zeit die für mich nur schwer vorstellbar ist, vor allem leben sie einen Lebenstil mit dem ich außer in Filmen und Büchern noch nie in Berührung gekommen bin, die goldenen 20er, Geld, Partys, Alkohol. Die Problematiken die dadurch entstehen, wirken teils oberflächlich und so ist es schwer wirklich nachzufühlen warum es für sie wirklich schwere Problematiken sind, mit denen sie sich auseinandersetzen müssen.

2. War die Erzählung überzeugend?
- Für mich nicht, dieser eine Sommer mag für Fitzgerald wahrscheinlich prägend gewesen sein und er selbst steht hier vor einem Wendepunkt in seinem Leben, aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass es für mich nicht wirklich interessant war. Es gab immer wieder kleine Einblicke in die Ehe von ihm und seiner Frau Zelda und ich muss sagen, dass ich das wesentlich spannender und interessanter fand und ich mir da immer eine tiefere Auseinandersetzung mit gewünscht hätte, aber der Fokus liegt woanders und das ist okay, war nur nicht meins. Interessant fand ich allerdings auch, dass nach diesem Sommer noch erzählt wird wie der weitere Lebensverlauf der anwesenden Charaktere war, das fand ich wiederum sehr informativ.

3. Was hat überrascht, was war erwartbar?
- Zu der Frage gibt es für mich nicht viel zu sagen, denn letztendlich hatte ich ehrlich gesagt keine richtigen Erwartungen zu diesem Buch, der Titel klang nur sehr skurril und ich war gespannt wieso dieser gewählt wurde, leider kam da bei mir der passende Aha-Moment nicht auf, aber ich denke man wird bei dem Titel zumindest neugierig und greift zum Buch und ich glaube darin liegt der tiefere Sinn.^^
 
4. Ein Satz, der das Buch treffend umschreibt?
- Exzessives miteinander, dass alle Grenzen springt und zum deprimierenden Desaster wird. ;)

5. Hast du ein Lieblingszitat aus dem Buch?
- Leider nein, denn ich bin immer auf der Suche nach besonders schönen Sätzen, aber vielleicht auch nach sehr nachdenklich stimmenden Sätzen, hiervon hab ich leider nichts in dem Buch finden können, je nach dem was es für ein Buch ist, ist das für mich aber auch kein muss und bei einer Biografie erwarte ich das auch nicht. 

Anhand der Fragen bzw. meinen Antworten lässt sich wohl erkennen, dass ich allgemein nicht ganz angetan war. Für jemanden der wirklich an Fitzgerald interessiert ist kann ich dieses Buch aber auch nur bedingt empfehlen, denn es ist wirklich nur dieser Sommer der im Buch beschrieben wird. Wer also wirklich in das Leben eintauchen will ist mit anderen Biografien vielleicht besser bedient.


Dies ist eine rein subjektive Rezension, der Sommer wirkte gut recherchiert aber ehrlicherweise ist es allgemein nicht mein Genre und der beschriebene Sommer war für mich leider einfach nicht interessant genug, da hätte man mich mit anderen Schwerpunkten aus dem Leben von F. Scott Fitzgerald einfach eher packen können. :)

Kommentare:

  1. Ich könnte mir gut vorstellen, aus dem Buch einen skurielen, lustigen Film zu machen. So im Stil von "Grand Budapest Hotel", hast Du den gesehen? EIgentlich sind solche Bücher auch so gar nicht meins - aber als Film, skuril und witzig, geht es dann wieder.

    Liebe Grüße
    Marleen

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Grand Budapest Hote, steht bei mir noch auf der zu sehen Liste, also leider nein. :D
      Aber mit deinem Denkansatz könntest du wirklich recht haben, ich mag skurille Filme und ja dieser Sommer bietet dafür durchaus Potenzial, ich glaube dadurch würde es schon besser funktionieren, auch für mich. ^-^

      Löschen
  2. Also, ich mag Biographien ab und zu schon ganz gerne, aber dann muss die schon von jemandem sein, der mich als Person wirklich interessiert. Aus diesem Grund kann ich auch mit gutem Gewissen sagen, dass sich Biographien schon in meinen SuB "verirren", aber nur selten ...

    Dein vorgestelltes Buch kenne ich zwar nicht, habe aber schon mal ein Rollup mit dem Cover drauf gesehen, denn dieses Motiv im Stil der 20er ist mir im Gedächtnis geblieben :). Schade, dass es dich nicht begeistern konnte, denn ich hatte eigentlich den Eindruck, dass es ganz interessant sein könnte.

    Liebe Grüße
    Marie

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das ist ja auch Geschmackssache, aber ja es bringt nur wenig wenn man sich nicht für diese Person begeistern können, aber ich glaube selbst dann wäre mein interesse sie zu lesen eher gering, als Film guck ich mir allerdings auch manchmal Biografien an. :)

      Letztendlich kann es wahrscheinlich auch interessant sein, aber ich glaube ich war letztendlich die falsche Person. :)

      Löschen