Freitag, 22. Juli 2016

[Rezension] Die Ungehörigkeit des Glücks





  • Preis: 19,99€
  • Einband: Gebunden
  • Seitenanzahl: 480
  • Verlag: C. Bertelsmann
  • Autor/in: Jenny Downham
  • Übersetzer/in: Astrid Arz
  • ISBN: 978-3-570-10292-3






Drei Frauen, drei Generationen. Die an Alzheimer erkrankte Mary muss zu ihrer Tochter Caroline ziehen, doch diese ist gar nicht begeistert. Mary und Caroline haben keine klassische Mutter - Kind Beziehung, Caroline wuchs bei ihrer Tante auf und hat wenn nur negative Gefühle für ihre Mutter übrig. Doch Carolines Tochter Katie, die sich von nun an ein Zimmer mit ihrer Großmutter teilt, freundet sich mit der alten Frau an und erfährt so Stück für Stück nicht nur Marys ganz eigene Geschichte sondern auch die ihrer Mutter und allmählich lernt sie auch sich selbst immer besser kennen...

 Das Cover sticht für mich persönlich nicht sofort ins Auge, es ist ziemlich langweilig und ich muss sagen, dass ich allein die Farbe Lila so gar nicht mag, was aber ins Auge sticht und meine Neugierde geweckt hat ist der Titel des Buches, da musste ich sofort schauen worum es geht. :)

Ich bin generell eine große Freundin von Generations-Romanen, ich mag es in fremde Familiengeschichten einzutauchen und zu sehen warum die Beziehungen sind wie sie sind und hoffe dabei natürlich immer, dass eine Annäherung in der Gegenwart von statten geht. Dieses Buch scheint von daher genau in dieses Muster zu fallen und ich hab es auch wirklich sehr gerne gelesen.

Dieses Buch erzählt von drei sehr unterschiedlichen Frauen, ich mochte es persönlich sehr gerne, dass alle drei einen großen Raum eingenommen haben und jede einzelne von Ihnen seine Geschichte erzählen bzw. bei Katie eher erleben konnte.
Ich mochte sie alle für sich sehr gerne, aber gerade die Beziehung die sich zwischen Mary und Katie entwickelt fand ich wirklich sehr schön, das Thema Alzheimer spielt dabei immer ein bisschen mit, denn Mary leidet teilweise sehr unter der Krankheit und für sie ist es auch schwer sich mit der neuen Wohnsituation vertraut zu machen, weil es manchmal auch für Verwirrung sorgt.
Ich fand die Auseianndersetzung mit dem Thema Alzheimer sehr gut, man merkt, dass die Autorin sich zuvor ausreichend mit der Krankheit befasst hat, ich als Leserin hab sehr viele Informationen zum Ablauf der Krankheit bekommen und fand auch den alltäglichen Umgang damit sehr authentisch und fand auch, dass alle möglichen Ängste und Sorgen hier gut zum Vorschein kommen.
Ich muss sagen, dass ich mich generell sehr für Demenz oder Alzheimer interessiere, weil es für mich einfach ein furchtbarer Gedanke ist alles zu verlieren was mal war und somit auch ein Stückweit wer man ist und ja das löst dann eine gewisse Faszination aus und ich lese darüber gern, auch wenn es mich sehr berührt und manchmal auch ein bisschen zu sehr runterzieht.
Das war in diesem Buch aber nicht der Fall, denn ich finde es geschiehtgenug gutes nebenbei, gerade in Bezug auf die Beziehung von Katie und Mary, so dass es alles nicht so schwer auf mich wirkt.

Generell muss ich aber sagen, dass mir das Geschehen im hier und jetzt immer wesentlich besser gefallen hat, zwar helfen Rückblicke in die Vergangenheit nachzuvollziehen warum Caroline und Mary keine gute Beziehung zueinander haben und Marys Geschichte ist auch wirklich nicht uninteressant, aber dennoch stellten sich dort für mich immer wieder etwas langatmige Szenarien ein, die für mich den Lesefluss störten und auch dafür sorgten, dass ich dieses Buch nicht allzu schnell durchgelesen habe.

Die gesamte Entwicklung des Buches, mochte ich prinzipiell aber sehr und vor allem Katies Entwicklung und Reifungsprozess fand ich sehr schön zu verfolgen, weil sie in dieser Zeit unheimlich viel über sich lernt und wächst, das war wirklich schön zu verfolgen.
Aber auch Caroline und Marys Beziehung fand ich sehr interessant, hier sind viele Emotionen vorhanden die erst mals alle wirklich zu Tage kommen, das hat mich sehr berühren können. :)

Es ist eine wirklich tolle Geschichte über drei verschieden Leben, die miteinander verbunden werden. Emotionen kommen hoch, Freundschaften entsehen und jeder für sich findet zu sich selbst und zu den anderen, ein schönes Leseerlebnis, das manchmal ein bisschen temporeicher hätte sein können. :)

Kommentare:

  1. Hallo,

    ich habe das Buch bei 120 Seiten leider abgebrochen. Ich konnte einfach nicht mehr weiter lesen.

    Ganz liebe Grüße aus Tirol
    Marie

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  2. Huch, da darf ich mich ja auf einen wunderbaren Roman freuen. Er steht zwar schon seit einiger Zeit in meinem Regal, aber bisher hatte ich nie so wirklich Lust, nach ihm zu greifen. Das sollte ich wohl schleunigst ändern. ♥

    Eine wunderbare Rezension, liebe Svenja! :)
    Ich wünsch dir ein traumhaft schönes Lesewochenende!

    Liebste Grüße,
    Nana ♥

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  3. Hey lieber Bücherdieb!

    Deine Rezension hat mich doch glatt neugierig auf das Buch gemacht! Die Farben des Covers haben auf mich auch nicht sonderlich einladend gewirkt, aber der Inhalt klingt wirklich nicht schlecht. Das Buch werde ich mir doch glatt mal merken. :)

    Viele liebe Grüße
    Kathi von Lesendes Federvieh
    PS: Ich bin gleich mal als Leserin geblieben, weil mir deine Art zu schreiben sehr gut gefällt. :)

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